Sparen durch Selbstversorgung

RosiKein
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Sparen durch Selbstversorgung

#1

Beitrag von RosiKein » Do 13. Apr 2017, 15:38

Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier, weil ich auf Selbstversorgung umsteigen mochte. Meine Motivation ist zu Sparen, denn als alleinerziehende Mutter möchte ich meinem Kind trotz wenig Geld ein gesundes Aufwachsen bieten.

Nun frage ich mich welche Gemüsesorten am schnellsten wachsen bzw. was für den Anfang am einfachsten anzubauen sind. Vor allem dachte ich hierbei an Kräuter, denn diese sind meistens teuer und soweit ich glaube, am leichtesten anzubauen?
Also was kann ich eurer Meinung nach, am einfachsten bzw. am schnellsten im Gemüsebett anbauen?
Grundsätzlich Lust hätte ich auf Basilikum, Rosmarien und Schnittlauch ;)
Bei Gemüse wären Karotten, Tomaten und Zwiebel toll, bin jedoch auch gerne für andere Gemüsesorten offen.
Ist das im Bereich des möglichen? Wie groß muss mein Gemüsebeet sein?
Und die größter Frage: Lohnt es sich? Zugleich finanziell als auch geschmacklich?

Ich freue mich sehr über alle möglichen Tipps, als Newbie nehme ich alles gerne an!

Beste Grüße

Rosi

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Thomas/V.
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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#2

Beitrag von Thomas/V. » Do 13. Apr 2017, 16:18

Hallo, Rosi; und willkommen im Forum!

Geschmacklich und gesundheitlich lohnt sich eine SV allemal, ob sie sich finanziell lohnt, hängt davon ab, wieviel Zeit Du investieren kannst und wie groß Dein Garten ist und wieviel Dir Lebensqualität wert ist.
Rein finanziell "lohnt" sich SV natürlich nicht unter den heutigen Bedingungen. Du steckst mehr Arbeitszeit in eine Gurke, (die im Laden 50c kostet und nur nach Wasser schmeckt) wenn Du sie im Garten anbaust, als wenn Du ein paar Minuten im Job arbeiten würdest, um diese Gurke zu kaufen.

Da Du, wie ich vermute, Anfänger im Gartenbau bist, würde ich bei Kräutern empfehlen, mehrjärige anzubauen, die sind sehr robust und machen die wenigste Arbeit.
Ich empfehle Schnittlauch, Oregano, Thymian, Melisse, Bergbohnenkraut. Die kann man im Topf kaufen, einpflanzen und das wars (wenn man die richtige Sorte nimmt und nicht im Billigmarkt kauft).
Basilikum ist einjährig (also muß man im Frühling aussäen), braucht einen trockenen, warmen Standort, vor Schnecken gesichert. Geht aber gut in einem Topf oder großer Schale, die man irgendwo hin stellt. Muß also nicht in ein Beet.
Beim Gemüse: Zwiebeln (als kleine Steckzwiebeln gekauft und ins Beet gesteckt) sind problemlos, schnell und machen auch kaum Arbeit.
Möhren muß man säen und bis zu einer gewissen Größe mehrmals bearbeiten und werden gern von Schnecken abgefressen.
Tomaten brauchen eine gewisse Wärme und Sonne, im Hochgebirge also nichts fürs Freiland, sondern nur im Gewächshaus an zu bauen.
Ansonsten relativ anspruchslos, wenn der Boden gut gedüngt ist. Die kann man als Jungpflanzen Mitte/Ende Mai kaufen und wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, ins Beet pflanzen. Dort müssen sie dann an einen Stab (fest in der Erde verankert) gebunden werden. Sinnvoll ist auch, wenn sie ein Regenschutzdach haben.
Wie groß Dein Beet sein muß, hängt natürlich davon ab, welche Mengen Du ernten willst und wieviel Zeit Du investieren kannst. ;)
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#3

Beitrag von Gartenzwerg » Do 13. Apr 2017, 16:35

Hallo Du,

Ich schließe mich meinen Vorredner an. Geschmacklich und Gesundheitlich lohnt sich SV. Auch ist der "stolz" sein Essen selber zu ziehen ist auch nicht zu verachten.
Günstigen, schnellen und einfachen Erfolg hat man mit Salat und Radisschen. Auch Petersilie geht einfach. Minze wuchert sowieso ohne das du was machen mußt.

MFG Jan

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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#4

Beitrag von 65375 » Do 13. Apr 2017, 16:52

Hallo und herzlich willkommen. Ergänzend empfehle ich ein paar Kartoffeln anzubauen. Das ist normalerweise ein wunderbarer Erntespaß für Kinder.
Finanziell darf man nichts erwarten, wenn man bedenkt, daß Kohlrabi manchmal für 19 ct zu kriegen sind, Jungpflänzchen aber schon 14 ct kosten.
Die Arbeit im Garten macht viel Freude - wenn man nicht von Erwerbsarbeit so platt ist, daß der Garten nur noch gehetzt nebenher erledigt werden muß.

Wasserversorgung ist wichtig im Sommer. Wie ist Dein Garten ausgerichtet?

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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#5

Beitrag von si001 » Do 13. Apr 2017, 17:26

SV lohnt sich geschmacklich wirklich. Wie schon gesagt, bei Gemüse lohnt es sich finanziell nur bei einigen: Tomaten sind auch im Sommer teurer, als wenn du ein paar Pflanzen kaufst. Gurken lohnen sich meiner Meinung nach auch.

Schnell gesät und gut geerntet sind Salat, Radieschen, Zwiebeln, Grunkohl, Pastinaken.

Ein paar ganzjährig tragende Erdbeeren erfreuen Kinder immer.

Beerensträucher sind kostengünstig zu haben, sind einmal gepflanzt und tragen zuverlässig ohne viel Arbeit reinzustecken.

An sonsten würde ich einfach mal ein paar Tütchen Samen kaufen und probieren was geht.
Liebe Grüße, si001!
-----------------------
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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#6

Beitrag von RosiKein » Do 13. Apr 2017, 18:17

Thomas/V. hat geschrieben:Hallo, Rosi; und willkommen im Forum!

Geschmacklich und gesundheitlich lohnt sich eine SV allemal, ob sie sich finanziell lohnt, hängt davon ab, wieviel Zeit Du investieren kannst und wie groß Dein Garten ist und wieviel Dir Lebensqualität wert ist.
Rein finanziell "lohnt" sich SV natürlich nicht unter den heutigen Bedingungen. Du steckst mehr Arbeitszeit in eine Gurke, (die im Laden 50c kostet und nur nach Wasser schmeckt) wenn Du sie im Garten anbaust, als wenn Du ein paar Minuten im Job arbeiten würdest, um diese Gurke zu kaufen.

Da Du, wie ich vermute, Anfänger im Gartenbau bist, würde ich bei Kräutern empfehlen, mehrjärige anzubauen, die sind sehr robust und machen die wenigste Arbeit.
Ich empfehle Schnittlauch, Oregano, Thymian, Melisse, Bergbohnenkraut. Die kann man im Topf kaufen, einpflanzen und das wars (wenn man die richtige Sorte nimmt und nicht im Billigmarkt kauft).
Basilikum ist einjährig (also muß man im Frühling aussäen), braucht einen trockenen, warmen Standort, vor Schnecken gesichert. Geht aber gut in einem Topf oder großer Schale, die man irgendwo hin stellt. Muß also nicht in ein Beet.
Beim Gemüse: Zwiebeln (als kleine Steckzwiebeln gekauft und ins Beet gesteckt) sind problemlos, schnell und machen auch kaum Arbeit.
Möhren muß man säen und bis zu einer gewissen Größe mehrmals bearbeiten und werden gern von Schnecken abgefressen.
Tomaten brauchen eine gewisse Wärme und Sonne, im Hochgebirge also nichts fürs Freiland, sondern nur im Gewächshaus an zu bauen.
Ansonsten relativ anspruchslos, wenn der Boden gut gedüngt ist. Die kann man als Jungpflanzen Mitte/Ende Mai kaufen und wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, ins Beet pflanzen. Dort müssen sie dann an einen Stab (fest in der Erde verankert) gebunden werden. Sinnvoll ist auch, wenn sie ein Regenschutzdach haben.
Wie groß Dein Beet sein muß, hängt natürlich davon ab, welche Mengen Du ernten willst und wieviel Zeit Du investieren kannst. ;)
Oh, da bin ich jetzt aber echt überrascht, dachte es lohnt sich finanziell mehr :platt:, aber naja so wie hier viele sagen, ist es auch ein schönes Erlebnis, also will ich es aufjedenfall trotzdem versuchen. Super, dann kann ich ja eigentlich eh das alles anbauen, was ich mir vorgenommen habe ;) .
Ja ich glaube ich werde zunächst klein beginnen, und nacher mal sehen ob ich größer werden.
Wegen den Tomaten passt das ja ganz gut, da ja bald Ende Mai ist =)
Danke für die tollen Tipps!

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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#7

Beitrag von Thomas/V. » Do 13. Apr 2017, 18:30

Natürlich hat man auch einen finanziellen Vorteil, wenn man z.B. die mehrjährigen Kräuter anbaut und dann ständig von ihnen ernten kann und auch noch getrocknet für den Winter einlagert.

Am billigsten wird es, wenn Du Dir von jemandem Ableger oder Saatgut/Jungpflanzen schenken läßt ;) Oftmals haben Gartennachbarn oder Bekannte irgendwas übrig.
Oder jemand hier im Forum ;)

Allerdings braucht man auch eine gewisse Grundausstattung an Geräten und Werkzeugen, was anfangs auch nicht grade billig ist...
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#8

Beitrag von osterheidi » Do 13. Apr 2017, 18:45

hallo rosi
jenachdem wo du bist könntest du für die sachen die platz brauchen dich einem sonnenacker anschließen. also z.b. kartoffeln oder zwiebeln, möhren etc von denen man mehr brauchen kann. oder kennst du das kartoffelkombinat? hier wird man genossenschaftsmitglied......
ob es sich rechnet kann man am anfang sicher nicht genau sagen, weil es auch wetterabhängg ist.
grüße

ihno
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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#9

Beitrag von ihno » Do 13. Apr 2017, 18:51

frage ist immer was so eingerechnet wird .
Den Kohlrabi kaufen kostet auch € also hinfahren mit dem Auto , Bus oder was auch immer. Zeit kostet es eh und du sparst dir viele Dinge die du eh nicht brauchst aber mitnimmst weil du eh gerade im A...di bist.
Wieviel Fläche hast du ?
Eala Frya Fresena !!
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Re: Sparen durch Selbstversorgung

#10

Beitrag von Manfred » Do 13. Apr 2017, 19:07

Die größte finanzielle Einsparung bei den Lebensmitteln liegt darin, selbst aus Grundzutaten zu kochen.
Also keinen Fertigkrams mehr zu kaufen. Dann kriegst du für das gleiche Geld eine deutlich hochwertigere Ernährung.
Das Selbst-Anbauen kann auch ganz schön teuer sein. Aber die Frische und Sortenvielfalt ist unschlagbar. Und man ist zurecht stolz auf seine Ernte. Da lernt man erst nach und nach, was in dem optisch perfekten Supermarktgemüse so alles an Wissen und Können steckt.

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