Freunde

Was halt nirgendwo passt
Benutzeravatar
Sonnenblumeli
Beiträge: 256
Registriert: Mo 6. Dez 2010, 12:37
Wohnort: Pirna in Sachsen, wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen
Kontaktdaten:

Freunde

#1

Beitrag von Sonnenblumeli » So 19. Dez 2010, 00:00

Hab mal eine Frage an Alle,
was sind echte Freunde fuer Euch?
Im Facebook oder mein vz sind manchmal soviel Freunde, da frage ich mich???????
Wer ist Euer Freund und warum???
Ich hab nur wenige!
Lg Eli
Wenn Du deinen Weg gehst, fügen sich die Dinge!

Grunling

Re: Freunde

#2

Beitrag von Grunling » So 19. Dez 2010, 03:29

Was FB und VZ betrifft, ersetze einfach geistig das Wort Freundschaft durch Kontakt. Das löst diesen Knoten. Rest kommt später

Benutzeravatar
Buchsbaum
Beiträge: 63
Registriert: Do 5. Aug 2010, 12:49

Re: Freunde

#3

Beitrag von Buchsbaum » So 19. Dez 2010, 08:34

Eine Freundschaft kann auf Dauer nicht virtuell sein. Vielleicht kann eine virtuelle Freundschaft am Anfang stehen, vielleicht kann sie so eine Zeit überdauern. Aber sie bedarf der Präsenz.

Freunde findet man ja wohl meist in der Jugend. Ich für mich kann jedenfalls sagen, daß in meinem Erwachsenenleben keine neue und dauerhafte Freundschaft entstanden ist. Das betrübliche dabei ist, daß im Laufe des Lebens viele - in meinem Fall sogar die meisten - Freundschaften sterben. Da gibt es viele Gründe: Räumlicher Abstand, unterschiedliche Interessensentwicklung etc. Außerdem fühlte ich mich freundschaftsmäßig als Mann immer zu Frauen hingezogen und das ist dann auf Dauer etwas problematisch wenn man in einer Partnerschaft lebt :mrgreen:

Merkt man an diesen Worten einen gewissen Frust? Ja, ist auch so. Mir fehlt gerade in der letzten Zeit der Austausch mit anderen.
Gruß aus Baden
Peter

"So lange das Reissverschlußverfahren an Baustellen nicht klappt, sehe ich keine Hoffnung für den Weltfrieden"

kraftort
Beiträge: 184
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 20:01
Kontaktdaten:

Re: Freunde

#4

Beitrag von kraftort » So 19. Dez 2010, 10:09

hallo!

also bei so plattformen wie fb und vz bin ich nicht. das hat jedoch einen anderen grund.

ich habe auch nur eine handvoll wirklicher freundInnen. eine davon habe ich jedoch erst mit 30 kennengelernt (mittlerweile 10 jährchen älter :eek: ). und ich würde sagen, dass ist die, die mir wirklich sehr sehr nahe ist.
und ich habe in der arbeit - auch erst vor 4 od 5 jahren ein mädel kennengelernt, die ich auch als freundin bezeichne.
das also dazu, dass man freundInnen nur in der jugendzeit kennenlernen kann. stimmt für mich also definitiv nicht.

"gute bekannte" haben wir wie sand am meer. manchmal ist es schön - manchmal sehr sehr anstrengend.
mir fällt aber auch auf, dass es definitionsunterschiede gibt, was zb mein göga und ich als freunde bezeichnen. da ist er viel schneller mit der bezeichnung "freund" zugegen.

ich würde es auch nicht ausschließen, dass sich freundschaften virtuell finden lassen. ich denke, da ist alles möglich. jedoch glaube ich auch, dass es virtuell nicht bleiben könnte.

ich habe auch die erfahrung gemacht, dass freundschaften (und da meine ich wirklich sehr nahe und verbundene) aufgrund der lebensumstände (andere interessen, familiengründungen, weg gezogen) verblassen und dann total entschlafen können. aber das gehört wohl zur entwicklung des menschen dazu.

meine freundinnen sind mir auch total wichtig. und die häufigkeit eines treffens ist dafür nicht ausschlaggebend, ob die innigkeit und vertrautheit bestehen bleibt.

liebe grüße
kraftort

Benutzeravatar
kraut_ruebe
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 10452
Registriert: Di 3. Aug 2010, 09:48
Wohnort: Klimazone 7b - pannonisches angrenzend an illyrisches Klima

Re: Freunde

#5

Beitrag von kraut_ruebe » So 19. Dez 2010, 11:25

ich finde, es gibt in der deutschen sprache einfach nur zu wenige definitionen für 'freund'. in manchen anderen sprachen gibt es wundervolle feine abstufungen für menschen, die einem nahe stehen.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

Benutzeravatar
Theo
Beiträge: 2869
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 11:08
Wohnort: SW-Deutschland

Re: Freunde

#6

Beitrag von Theo » So 19. Dez 2010, 12:47

kraut_ruebe hat geschrieben:ich finde, es gibt in der deutschen sprache einfach nur zu wenige definitionen für 'freund'. in manchen anderen sprachen gibt es wundervolle feine abstufungen für menschen, die einem nahe stehen.
...und in manchen heißt es: "If you want a friend, buy a dog!" :mrgreen:
Gruß
Theo

Live Free or Die

Webwiesel

Re: Freunde

#7

Beitrag von Webwiesel » So 19. Dez 2010, 13:23

„Dass mir mein Hund das Liebste sei,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde,
mein Hund ist mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.“

Benutzer 72 gelöscht

Re: Freunde

#8

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » So 19. Dez 2010, 14:58

hallo!

Freunde .....
Ich finde es ziemlich schwer, Feunde (noch schlimmer: Freundinnen!) zu finden.
Meine Jugendzeit... oh mei! ich bin ja soweit weggezogen und dann hab ich das umgekehrte Problem wie Buchsbaum: ich hatte als Frau immer "nur" Männer als Freunde - und seit ich verheiratet bin ... na ja, mein Mann meinte eben "das geht nicht" - und jetzt bin ich ziemlich alleine :pfeif:
Eine gute Freundin hab ich noch aus Jugendtagen, aber durch die Entfernung ist es eben nicht dasselbe - Internet und Telefon können ein spontanes gemeinsames Kochen oder "was trinken" am Abend nicht ersetzen. Und persönliche Treffen brauchen eine weite Anfahrt - dadurch sind sie nicht mehr wirklich spontan :( .

Bei mir ist auch das mit dem "geholfen werden" eher umgekehrt - ich hab ja doch auch ein paar Freunde. Die sind aber vor allem für mich da, wenn ich Probleme hab (oder sie) - es kommt für meinen Geschmack viel zu selten vor, dass jemand einfach vorbeikommt für eine "zweckfreie" gemeinsame Unternehmung (außer Kino und Co - das mag ich nicht so gerne).
Kann aber auch an den Kindern liegen (Baby)

Und am Land ist das nicht so!!
Dort gibt es viel mehr Freundschaft, kommt mir vor - in der Stadt sind halt wahrscheinlich die Ansprüche ans "Unterhalten-Werden" größer - ??

interessantes Thema! :daumen:

liebe Grüße!

Benutzeravatar
kraut_ruebe
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 10452
Registriert: Di 3. Aug 2010, 09:48
Wohnort: Klimazone 7b - pannonisches angrenzend an illyrisches Klima

Re: Freunde

#9

Beitrag von kraut_ruebe » So 19. Dez 2010, 15:23

ina maka hat geschrieben: ich hatte als Frau immer "nur" Männer als Freunde - und seit ich verheiratet bin ... na ja, mein Mann meinte eben "das geht nicht" -

:eg:
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

Grunling

Re: Freunde

#10

Beitrag von Grunling » So 19. Dez 2010, 16:03

Ein paar meiner Gedanken dazu... Das Thema sprengt sonst den Rahmen.

Soziale Netzwerke (offline)
Ein soziales Netzwerk kommt direkt nach Luft, Wasser, Nahrung, Licht. Es versorgt uns mit allem, was wir für das Überleben in der modernen Gesellschaft benötigen. Dabei sind enge Freundschaften genauso wichtig wie lose Bekanntschaften. Pflege und hege es wie dich selbst.

Wahre Freunde
Wahre Freunde gehören zur Familie, die Freundschaft ist bedingungslos. Wahre Freunde vergeben. Wahre Freunde sind auch nur Menschen. Wahre Freundschaften sind wie eine Beziehung ohne Sex (und vice versa). Wahre Freunde sind selten. Wahre Freunde überleben auch Partnerschaften.

Wandlung von Freundschaften
Wenn sich Freunde als Bekanntschaften herausstellen, heißt das zunächst nur, dass man verschiedene Vorstellungen hatte. Nicht, dass es sich um schlechte Freunde oder Menschen handelt. Beiden Seiten geht es dabei unwohl. Kein Grund den Menschen zu verletzen und zu verstoßen. Aber evtl. Grund für ein offenes Gespräch.. mindestens mit sich selbst.

Interkulturelle Pressformen
Die Welt ist nicht schwarz und weiß. Zwischen Liebesbeziehung und loser Kontakt liegen viele unbenannte Formen der zwischenmenschlichen Beziehung. Wir pressen sie in Formen, die uns unsere Kultur vorgegeben hat und uns somit Sicherheit bieten. Insofern unterscheiden sich wohl auch die Anzahl der Worte für zwischenmenschliche Beziehungen und deren Verwendung je nach Kulturraum. Daraus entstehen interkulturelle Probleme. Vor der Haustür genauso wie an der Staatsgrenze.

Antworten

Zurück zu „Sonstiges“