Euer Selbstversorger-Ärger

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sybille
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2861

Beitrag von sybille » Mo 23. Dez 2019, 18:44

smallfarmer hat geschrieben:
Mo 23. Dez 2019, 16:00
Das ist für mich ein wichtiger Grund, das ich noch nicht in die mobilen Hühnerställe eingestiegen sind.
Die Briten machen das unter anderem so https://www.youtube.com/watch?v=l2Pyu-Cj0gg
Für deutsches Geschmäckle???? das gäbe bestimmt Ärger mit den Vets
So etwas wäre bei mir, in der steinigen Eifel, gar nicht möglich.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.

Küstenharry
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2862

Beitrag von Küstenharry » Mo 23. Dez 2019, 21:27

Das Problem scheinen wohl einige Selbstversorger zu haben, bzw. die Gemüse und Kompost im Garten haben.
Wir hatten auch angefressene Gurken und Tomaten im Beet, sowie Gänge.
Dazu gibts hier Maisfelder ohne Ende auf der Marsch, mit dazu gehörenden Entwässerungsgräben.

Die haben ja schon echt heftig viele dort im Film.

Terrier gehen auf Ratten, das hatte ich schon mal gesehen, gehört.
Nur unsere Kampfstreichelkatzen halten da nix von.
Wühlmäuse sind deren grösstes Opfer.
im Gartenhaus konnte ich die Köder ja offen kontrolliert auslegen, so das die Katzen nicht dran gehen könnten.

nur wie macht ihr das im Garten, Kompost etc.?

Die Viecher springen von oben in die Kompostkiste, wenn der Sturm mal den Deckel weggeweht hat.
Gruss von der Küste

Harry

Manuela
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2863

Beitrag von Manuela » Mo 23. Dez 2019, 22:02

ich hatte neulich auch Besuch im Hühnerstall. Mit diesen Fallen, war schnell Ruhe: http://agrarking.de/ratten-schlagfalle- ... se.html

Hab sie allerdings mit Nu...ell...a, anstatt Giftplättchen gefüllt und mit Erdklumpen "getarnt". Auch als zusätzlicher Schutz für die Hühner, dass nicht doch so ne Neuschier, den Hals da reinstecken kann :lol:
Werde, da im Stall Ruhe ist, nach und nach mit dem Aufstellen den Radius um den Stall erweitern, denn im Garten sind sicherlich noch welche unterwegs, noch dazu wo ja bei mir ein Bach durchfließt........

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Oli
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2864

Beitrag von Oli » Mo 23. Dez 2019, 22:33

smallfarmer hat geschrieben:
Mo 23. Dez 2019, 16:00
Das ist für mich ein wichtiger Grund, das ich noch nicht in die mobilen Hühnerställe eingestiegen sind.
Die Briten machen das unter anderem so https://www.youtube.com/watch?v=l2Pyu-Cj0gg
Für deutsches Geschmäckle???? das gäbe bestimmt Ärger mit den Vets
Ein sehr befriedigendes Video und was für Kaliber!

Ich hatte einen Terrier, der alles totgebissen hat, was sich bewegt hat: Hühner, Katzen, Igel, Echsen, Karnickel ... stand unter Volldampf, zitterte am ganzen Körper, immer bereit, vollkommen durchzudrehen. Terrier eben.
Als Ratter ist sowas prima, aber ansonsten sind mir Terrier mittlerweile zu stressig.
Richtung Lebensende des Terriers, also diesen Sommer, hatten wir eine massive Rattenplage im Hundepferch. Aufnahmen mit der Wildkamera haben gezeigt, dass die Ratten am helllichten Tage 20cm vom Terrier im Versteck warteten, bis er sich umdrehte und dann aus dem gleichen Napf frassen und tranken.
Wer denkt an sowas?
An das Hühnerfutter gehen die Ratten bei Tag nicht, wenn die Hühner herumlaufen.

Ein Bekannter hatte seine Hühnerställe aufgebockt, im Prinzip gebaut wie eine lange Baracke. Darunter sollten des Nachts Frettchen Freilauf haben und die Ratten killen. Morgens muss man natürlich die Schlafboxen der Frettchen schnell genug wieder verschliessen, bevor die Hühner aufstehen oder irgendeine probate, automatisierte Lösung finden. Sowas wäre das nonplusultra.

Wir haben bis zu 3 ganz unterschiedliche und voneinander getrennte Hühnerställe in Gebrauch und eine Voliere.
Der Hauptstall ist ebenfalls im ersten Stock, darunter ist der Huderplatz, massiver Holzbau, Belüftung mit festem Volierendraht gesichert. Keine Ratten in diesem Stall.
Stall 2 ist ebenfalls ein massiver Holzbau, ebenerdig aber mit fettem Estrich und Fliesen am Boden. Lüftung ebenfalls mit Volierendraht gesichert. Keine Ratten.
Stall 3 ist ein kleiner Chicken Tractor auf einem PKW-Anhänger. Demnach also auch im ersten Stock, angebaut ist eine kleine Voliere als Auslauf. Da hatte ich noch keine Kamera installiert, kann nichts zu Ratten sagen.
Die Voliere ist aus festem Volierendraht, wildvogelsicher und damit auch rattensicher - obenrum. Da waren wir etwas zu optimistisch und haben den Volierendraht nicht tief genug ins Erdreich gezogen. Demnach buddeln die Ratten sich unter dem Draht durch. Sie kommen jede Nacht obwohl es nichts zu beißen gibt und sind so dreist, dass sie den schlafenden Hühnern fast über die Füße laufen.
Das ist der einzige 'Stall', wo die Ratten nachweislich sind.
Ansonsten finden sie hier Komposthaufen super und Holzstöße.

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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2865

Beitrag von Oli » Mo 23. Dez 2019, 22:37

Zacharias hat geschrieben:
Mo 23. Dez 2019, 14:57
Was ist denn dein leckerer Weg? Bin für alle Schandtaten zu haben, da ich zur Zeit auch wieder Ratten bei den Tauben habe. BIsher zwar nur Gänge zu sehen, noch keine Tiere, daher noch nicht so heftig, aber ich will sie so schnell wie möglich weg haben. Da ich mit den Tauben umgezogen bin, ist meine frühere Methode nicht mehr so einfach zu machen, ich konnte das Rattenfutter früher außerhalb hinlegen, das geht jetzt nicht mehr.
Also es gibt kaum ein Tier, was nicht wie ferngesteuert auf Frolics reagiert. Das geht bei Ratten auch gut, ich habe Frolics vor allem genutzt, um nach dem Giften zu checken, ob noch Ratten da sind. Frolic vor die Wildkamera gelegt und geguckt, ob und wann jemand kommt. Mittlerweile legt mein Mann Frolics auch in die Köderboxen.

Fetter Speck kommt auch gut an. Ich schreib dir mal 'ne PN dazu.

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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2866

Beitrag von Oli » Mo 23. Dez 2019, 22:43

Küstenharry hat geschrieben:
Mo 23. Dez 2019, 21:27
[..]
im Gartenhaus konnte ich die Köder ja offen kontrolliert auslegen, so das die Katzen nicht dran gehen könnten.

nur wie macht ihr das im Garten, Kompost etc.?

Die Viecher springen von oben in die Kompostkiste, wenn der Sturm mal den Deckel weggeweht hat.
Heutzutage sind doch - wenn ich da korrekt auf dem Laufenden bin - eh nur noch die festen Köder in Köderboxen erlaubt, die nicht weggetragen werden können. Schädlingsbekämper landauf und landab klagen, dass sie Ratten nicht mehr vernünftig bekämpfen können weil sie schmackhafte Köder nicht mehr selber anmischen dürfen und die erlaubten scheiße schmecken.

Somit erübrigt sich die Frage theoretisch. Praktisch kannst du sowas wie eine Köderbox auch selber bauen aus einem 10l-Eimer mit Deckel drauf, unten als Einsteig ein Loch mit etwa 7cm Durchmesser rein und als Köder dann XYZ.

Unseren Kompost haben wir jetzt nur noch in Kompostern aus Streckmetall und Deckel nachdem Ratten sich sogar durch das harte Plastik von geschenkten Thermokompostern gefressen haben. Mist mit Einstreu tun wir nach wie vor auf selbst gebaute Kompostmieten oder in Thermokomposter. Da gibt es zwar nichts zu fressen für die Ratten, aber es ist kuschelig warm weswegen sie dort trotzdem einziehen.

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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2867

Beitrag von Oli » Mo 23. Dez 2019, 22:47

Manuela hat geschrieben:
Mo 23. Dez 2019, 22:02
ich hatte neulich auch Besuch im Hühnerstall. Mit diesen Fallen, war schnell Ruhe: http://agrarking.de/ratten-schlagfalle- ... se.html

Hab sie allerdings mit Nu...ell...a, anstatt Giftplättchen gefüllt und mit Erdklumpen "getarnt". [...]
Die kannte ich noch nicht, danke für den Hinweis!
Nutella nehme ich bei Schlagfallen auch, zuletzt habe ich Schlagfallen gekauft, die sowas von fängig sein sollten, dass sie - kaum dass man sich umdreht - schon wieder geleert werden können. Tja, Pustekuchen. Zum Teil hatten die das Nutella vom Köderhalter gelutscht. :bang:

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Zacharias
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2868

Beitrag von Zacharias » Mo 23. Dez 2019, 23:52

aber mit fettem Estrich
Den hatte ich in dem Stall wo ich die Massenrattenplage hatte auch. Die haben sich da einfach durchgefressen.
Grüße,
Birgit

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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2869

Beitrag von kaliz » Sa 25. Jan 2020, 18:25

Die Heizung in meiner Gartenhütte ist kaputt. Die Temperatur ist so tief gefallen, dass der Kühlschrank ausgefallen ist und die gefrorene Beerenernte nur noch verschimmelter Matsch ist. Die Süßkartoffelernte von diesem Jahr die ich in der Hütte gelagert habe hat bei den kalten Temperaturen massive Schäden genommen. Keine Ahnung wie viel davon noch zu retten ist. Dabei war das so ziemlich das Einzige wo wir dieses Jahr eine echt gute Ernte hatten, bei vielen anderen Kulturen hatten wir Komplettausfall aufgrund einer Wanzenplage, und nun das. Auch zwei (von fünf) in der Hütte überwinterte Pflanzen haben Frostschäden davon getragen, scheinen aber noch zu leben. Die dort gelagerten Kürbisse schauen auch aus als hätten ihnen die Temperaturen nicht zugesagt.

Wir haben jetzt schnell einen neuen Heizkörper besorgt und ans Thermostat angeschlossen. Zum Glück haben die Wasserleitungen keinen Schaden genommen. Aber das mit der kaputten Ernte ärgert mich sehr. Den Kühlschrank habe ich über eine Stunde lang geputzt, aber er stinkt noch immer. Wir haben ihn jetzt vorübergehend ausgeschalten, den kompletten Inhalt entsorgt und lassen ihn jetzt mal eine Weile offen stehen, vielleicht verfliegt der Gestank ja.

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Mika
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

#2870

Beitrag von Mika » Sa 25. Jan 2020, 19:25

Ach was für ein Scheiß! Das tut mir sehr leid für Dich. Kannst die Kürbisse noch verkochen und dann einfrieren? Dann wäre zuindest nicht alles hin.

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