Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

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hobbygaertnerin
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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#21

Beitrag von hobbygaertnerin » Do 5. Sep 2019, 08:45

Wer weiß denn wirklich, wie und was wir essen sollen?
Die eine Lehre meint so, die andere wieder anders. Flesich oder kein Fleisch, wenig Fett oder viel, keine Kohlehydrate oder reichlich, sehr viel trinken oder ausreichend.
Auch der Blick zurück in die Vergangenheit ist nicht wirklich hilfreich, denn da gab es auch Meinungen, Mangel oder Völlerei-
was mir mehr und mehr fehlt in unserer Zeit- das ist genussvoll Essen.
Hab gestern sonnenwarme Tomaten reingeholt- besonders die Sorte vom Vesuv- der Geschmack war unvergleichlich.

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Sonne
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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#22

Beitrag von Sonne » Do 5. Sep 2019, 09:00

@Specki

Jetzt bin ich doch ein bisschen am Kopf schütteln. Habe gerade nachträglich nochmal meine sämtlichen Beiträge durchgelesen.

Ich kann einfach die Stelle nicht finden, wo ich mich gegen eine gesunde und ausgewogene, vegetarische Ernährung ausgesprochen habe bzw ich ein Problem habe, dass sie meine Tochter - kein Fleisch isst oder gar - wie @Strega es formulierte - darauf rumreite, dass eine junge Frau Fleisch essen muss. (Nehme jetzt mal an, dass das an mich gerichtet war.)

Das ist ja wohl ein Witz. Aber ein schlechter.

Ich habe geschrieben, dass einige unserer Kinder sich etwas grenzwertig ernähren, weil einer kein Fleisch und der andere nicht so sehr Gemüse/Obst isst...und natürlich wird es dann einseitig, sofern man das nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln oder ausgewogener Ernährung auffängt, was sie ja nicht tun - und steht damit auch themengerecht im Zusammenhang mit dem Ausgangsthema.

Dann habe ich noch geschrieben, dass es mich nicht gewundert hat, dass der Eisenspiegel unserer Tochter zu niedrig war, weil sie seit Jahren kein Fleisch isst.

Es wundert mich nicht - fertig.

Beim besten Willen - wie kann man denn daraus interpretieren, dass ich grundsätzlich gegen fleischlose Ernährung bin.

Bin grad echt am Staunen.

Ehrlich, weiß nicht ob mich das belustigt oder irgendwo ärgert. Beides. Ich fühle mich ziemlich krass fehlinterpretiert. Vielleicht einfach mal genauer lesen was da wirklich steht.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

Benutzer 72 gelöscht

Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#23

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Do 5. Sep 2019, 09:04

hobbygaertnerin hat geschrieben:was mir mehr und mehr fehlt in unserer Zeit- das ist genussvoll Essen.
Hab gestern sonnenwarme Tomaten reingeholt- besonders die Sorte vom Vesuv- der Geschmack war unvergleichlich.
eben! :daumen:
Weniger "bewußt", aber mehr instinktiv! Und das ist genußvoll :michel:

Ich hab mal was von einer Studie gelesen, wo man Kleinkinder lauter verschiedene Sachen angeboten hat und sie haben sich "von selber" recht ausgewogen ernährt. Aber ich glaube, da waren nur ziemlich autentische Sachen dabei, also ohne Geschmacksverstärker, Aromen und Füllstoffe...

Wahrscheinlich liegt das Problem gar nicht bei den Essern, sondern bei denen, die Nahrungsmittel produzieren.
Da wird viel vermurkst und Instinkte werden fehlgeleitet.

Ich lass meine Kinder essen, was sie wollen. Das hab ich von Anfang an so gemacht.
Ich achte nur darauf, dass "auswärts essen" eine Ausnahme ist.
Sie werden von einem noch so guten Gasthausessen gar nicht richtig satt, woran auch immer das liegt??

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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#24

Beitrag von Specki » Do 5. Sep 2019, 12:08

Hey Sonne,

ich weiß du bist heiß, aber bleib cool. Alles gut :)

Wenn du in einem Beitrag wo es um Mangelernährung geht, die vegetarische Ernährung deiner Tocher zur Sprache bringst und aufzählst, bei welchen Nährstoffen sie Mangelerscheinungen hat, dann verknüpft man das halt, dass du das nicht so toll findest und du somit mit der Ernährungsweise "ein Problem hast"
Du selbst hast die Ernährung ja auch als "grenzwertig" bezeichnet.

Da ich über 3 Jahre komplett vegan war und inzwischen zwar wieder Fleisch esse, aber eigentlich nur ein paar mal im Jahr, wenn wir ein Huhn schlachten und ansonste vegetarisch bin und auch bis heute wenig tierische Sachen esse, nur Eier, etwas Käse uns elten mal nen Joghurt, kenn ich mich damit etwas aus.

Es gibt genügend pflanzliche Quellen für Eisen.
Vit. D würd ich immer Suplementieren und B12 schadet bei Vegetariern auch nicht. Ich wollte dir ja nur ein paar Tips geben.
Und wenn du dich mit dem Thema außeinander setzt, kannst du deiner Tochter ja Tipps geben. Diskutiert doch zusammen oder macht euch schlau, wie man die Blutwerte wieder in den opt. Bereich bekommt.

Dein Beitrag kam einfach in Zusammenhang mit dem Thread-Thema so rüber, als würdest du ihre vegetarische Ernährung nicht so gut finden.

Ich empfand meinen Thread jetzt nicht als Angriff und weiß nicht, wieso du gleich so reagiert hast. Ich habs nur gut gemeint.

Gruß
Specki

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Sonne
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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#25

Beitrag von Sonne » Do 5. Sep 2019, 12:43

Ja ja, das ist das eben. Man weiß nicht immer wie es der andere meint.

Mit grenzwertig meinte ich nicht vegetarische Ernährung grundsätzlich, sondern nur, wie sie ihr 'Vegetarier sein' umsetzt. Das ist grenzwertig einseitig. Ich finde die Essweise von meinem Sohn auch nicht ideal. So mit ganz wenig Obst und Gemüse. Und er hat gedroht, er zieht aus, wenn wir unseren Vegetariertrip intensivieren sollten. :lol:


Diskutieren - ohja - tun wir zu Genüge. Da muss ich sehr aufpassen, dass es nicht zuviel wird. Und zuviel ist eigentlich nicht wirklich viel, aber das interpretiert ja auch wieder jeder anders.

Danke für die Tips. So wie du will ich auch mal leben.
So mit ganz wenig....Fleisch etc.

Mich interessiert, warum du wieder zu Fleisch zurück gekehrt bist. Meine Tochter mag nämlich auch Fleisch, so grundsätzlich vom Geschmack her, das wäre gar nicht das Problem.... es ist nur, wegen 'dem armen Tier'. Hier finden wir keinen Konsenz. Da hilft auch der Hinweis mit Fleisch aus 'Tierwohl' nicht.

Komisch, der Zusammenhang ist mir noch nie aufgefallen. Ich will es aus gesundheitlichen Aspekten machen, aber sie macht es ja nicht wegen ihrer Gesundheit, sondern wegen der Tiere. Vielleicht reagiert sie ja daher nur so wenig mäßig interessiert, wenn man sie auf 'gesund' anspricht. Hätte Logik. :hmm:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#26

Beitrag von Specki » Fr 6. Sep 2019, 07:30

Sonne hat geschrieben: Mich interessiert, warum du wieder zu Fleisch zurück gekehrt bist. Meine Tochter mag nämlich auch Fleisch, so grundsätzlich vom Geschmack her, das wäre gar nicht das Problem.... es ist nur, wegen 'dem armen Tier'. Hier finden wir keinen Konsenz. Da hilft auch der Hinweis mit Fleisch aus 'Tierwohl' nicht.
Es gibt drei Gründe wieso ich mich damals entschieden habe vegan auszuprobieren für 1 Monat. Ich war dann so begeistert, dass ich 3 Jahre und 3 Monate dabei blieb:

1. Wegen der Tiere: Weil ich Massentierhaltung und die überwiegend vorhandene Tierhaltungsform nicht unterstützen wollte. Bio ist nicht viel besser. Und den Aufwand um an Weidefleisch zu kommen wollt ich damals nicht betreiben, bzw. vor 10 Jahren war es noch nicht ganz so einfach, wenn man eher städtisch gewohnt hat. Dabei geht es mir nicht um das Töten an sich, das gehört meiner Meinung nach zu einem gewissen Grad zur Natur, sondern wirklich um die Haltungsbedingungen.

2. Wegen der Umwelt: Tiere verursachen einfach in der Regel eine deutlich größere Umweltbelastung als plfanzliche Produkte.

3. Ich bin der Meinung, dass es gesundheitlich deutlich besser ist kaum bis keine tierischen Produkte zu konsumieren.

Wieso ich dann wieder weg davon bin hatte hauptjsächlich 2 Gründe.
1. Ich war damals und bin heute noch sehr aktiv bei Foodsharing. Wir hatten bei Abholungen in diversen Läden öfters ein paar belegte Brötchen mit Käse/Wurst. Für meine Frau alleine war es zuviel. Also hätte ich es entweder wegschmeißen können, selber Essen oder durch die komplette Stadt fahren um zum nächsten Fairteiler zu kommen, wo es dann jemand anders abgeholt hätte. Was mich fast eine Stunde Zeit gekostet hätte. Da das ja keine großen Mengen waren, ich aber nichts wegschmeißen wollte und es ja eigentlich eh weggeschmissen worden wäre, also die Tierhaltungsprodukte nicht für mich erzeugt wurden, hab ich gesagt, dass ich das wieder Esse.

2. Wir sind umgezogen und ich hatte die Möglichkeit Hühner zu halten, was mich schon immer sehr interessiert hat. Da die Tiere ein super Leben bei mir haben (220qm gut strukturierter Auslauf, großer Stall) sah ich kein Problem darin die Eier und auch das Fleisch zu essen.

Und auch gesundheitlich sehe ich es nicht negativ, wenn tierische Produkte in geringem Maße konsumiert werden.

Deswegen esse ich nicht mehr vegan.
Was ich an tierischem Esse:
2 bis 4 Eier in der Woche. ca. alle ein bis zwei Monate ein Huhn mit dem Rest der Familie.
Ein paar mal die Woche ein kleines bisschen Käse, Einmal die Woche vielleicht einen Joghurt.
2 bis 4 mal im Jahr eine Forelle aus der Bio-Zucht-Anlage.

Ansonsten achte ich auf eine sehr ausgewogene Ernährung. Habe mich wirklich sehr lange und intensiv damit befasst auch mit Fachbüchern.
Getreideprodukte fast nur Vollkorn. viele Hülsenfrüchte. Nüsse/Samen, viel Obst und natürlich am allerliebsten viel Gemüse aus dem eigenen Garten. Die 110 qm werfen richtig gut was ab dieses Jahr.
Supplementieren tu ich B12, Vit. D im Winter und Selen.

Du kannst deiner Tochter ja mal den TIp geben den Youtube-Kanal von Niko Ritenau anzuschauen.
Der Typ ist super Fit was vegane Ernährung angeht und bringt wirklich viele Tipps zur gesunden Ernährung ohne Mangelerscheinungen. Kannst ja zuvor mal selber rein schauen, ob du das deiner Tochter empfehlen willst ;)
DIe Kids schauen heutzutage ja gerne Youtube und lassen sich da was beibringen. (Ich auch :D)
Hab auch sein Buch zuhause. Finde ich einfach nur sehr empfehlenswert!

Gruß
Specki

DieterB
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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#27

Beitrag von DieterB » Fr 6. Sep 2019, 11:09

Specki hat geschrieben:Da ich über 3 Jahre komplett vegan war ...
Wie gesagt, Mangelerscheinungen zeigen sich meistens erst im Alter. Dass du 3 Jahre vegan gelebt hast, besagt gar nichts. Der junge Koerper vertraegt so einiges. Es gibt Menschen, die sich jahrelang regelmaessig betrinken oder Kettenrauchen, ohne sichtbare gesundheitliche Schaeden davon zu tragen. Das zeigt sich meistens erst im Alter.

lg. Dieter

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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#28

Beitrag von Specki » Fr 6. Sep 2019, 13:12

Dieter, du weißt aber schon, dass es inzwischen Leute gibt, die weit über 10 Jahre komplett vegan leben und noch viel länger?

Es gibt inzwischen haufenweise vegane Leistungssportler/Spitzensportler. Z.B. Patrick Barboumian beweißt wirklich, dass man um stark zu sein kein Fleisch oder tierische Produkte benötigt.
Zum Thema Vegane Sportler kommt übrigens bald ein Kinofilm: https://gamechangersmovie.com/#trailer

Und um etwas wissenschaftlich zu bleiben. Viele Große Ernährungsgesellschaften z.B: die Deutsche (DGE), Amerikanische, Kanadische, Australische, Britische, etc. sagen inzwischen, dass eine gut geplante vegetarische und vegane Ernährungsweise Ernährungsweise unbedenklich sind.

Also, wenn man die Nährstoffe im Blick hat, lässt sich das alles machen ;)


Gruß
Specki

strega
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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#29

Beitrag von strega » Fr 6. Sep 2019, 14:26

Fleisch aus Massentierhaltung ess ich nicht.
Fleisch, so zweimal im Monat, von Wildtieren, ess ich gern mal,
das reicht vollkommen für Eisenwerte und so

von daher versteh ich alle, die Fleisch aus Massentierhaltung nicht essen wollen, denn sie essen die Stresshormone und anderes mit
und wundern sich dann wenn sie krank werden

aber es gibt auch anderes Fleisch......
und wenns nicht zweimal am Tag Fleisch geben muss reicht das auch für alle
wenn zweimal im Monat reicht

die Masslosigkeit ist das was uns in heftige Probleme bringt in jeder Hinsicht
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt

DieterB
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Re: Jugendlicher erblindet fast durch Junk-Food-Ernährung

#30

Beitrag von DieterB » Fr 6. Sep 2019, 23:40

Specki hat geschrieben:Dieter, du weißt aber schon, dass es inzwischen Leute gibt, die weit über 10 Jahre komplett vegan leben und noch viel länger?
Um belastbare Aussagen zu machen, muesste sich eine ganze Volksgruppe ueber mehrere Generation Vegan ernaehren. Nur so koennen wir verstehen, wie die fleischlose Ernaehrung sich auf die Reproduktionsfunktionen bei Menschen auswirkt.

Tatsache ist, dass unsere Vorfahren niemals lange ohne fleischliche Nahrung gelebt haben. Das war hoechstens unter tropischen Klimabedingungen, wie in Indian oder Sued-China moeglich, weil es dort das ganze Jahr frisches Obst und Gemuese gibt. In allen anderen Klimazonen war fleischliche Nahrung immer Teil der menschlichen Ernaehrung.

Es ist also eine unumstoessliche Tatsache, dass der menschliche Koerper sich mit fleischlicher Nahrung entwickelt hat. Wir wissen, dass es funktioniert. Wie und ob sich die Menschen ohne fleischliche Nahrung entwickeln wuerden, bleibt reine Spekulation.

Die Theorien zur Ernaehrung aendern sich wie die Mode. Welcher Theorie man anhaengt, ist Glaubenssache. Fuer mich sind die folgenden ganz einfachen Regeln am einleuchtensten:

- die groesstmoegliche Vielfalt an Nahrungsmitteln (also nicht nur Gemuese oder nicht nur Fleisch) stellt sicher, dass unser Koerper die notwendigen Naehrstoffen erhaelt.

- viel frisches Gemuese und Obst aus eigenem naturgemaessen Anbau sowie kleinere Mengen an fleischlichen und anderen Produkten.

lg. Dieter

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