Pyrolyseofen

Sonne, Wind und Feuer
Benutzeravatar
neuossi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 472
Registriert: Sa 14. Jan 2012, 20:00
Familienstand: in einer Beziehung
Wohnort: südl. Brandenburg

Re: Pyrolyseofen

#11

Beitrag von neuossi » So 31. Mär 2019, 15:21

moorhexe hat geschrieben: ich vermisse einfach eine große feuerstelle, sehe aber ein, daß ich mit dem pyrolyseofen noch etwas umweltbewußter sein kann.
...
der chantico hört sich auch gut an, ist aber für eine kleinrentnerin zu kostspielig.
Großes (Lager-)Feuer mag ich, ist bei mir aber schlecht, weil die Waldbrandgefahr im Sommer meist sehr hoch ist.

Wegen dem Preis habe ich auch lange überlegt. Ich hoffe aber daß das Gerät bei mir 10-20 Jahre in Betrieb sein wird, dann ist es auf's Jahr oder den Monat gesehen nicht mehr so viel.

Benutzeravatar
Sonne
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 1876
Registriert: Mo 1. Jan 2018, 21:57

Re: Pyrolyseofen

#12

Beitrag von Sonne » Fr 5. Apr 2019, 19:47

hobbygaertnerin hat geschrieben: zum Ersten kann ich damit Holzkohle herstellen
Ich habe das neulich meinem Mann gezeigt. Also die Homepage von einem Shop, der solche Öfen verkauft.

Konnte ihn nicht damit beeindrucken.

Also das mit Terra Preta habe ich ihm schon mal ausführlich erklärt...das findet er wohl auch ganz interessant. Aber er meinte, das im Sampadaofen könne unmöglich gleichwertige Holzkohle sein, wie sie in den großen Köhleröfen unter viel größerer Hitze und viel längerer Zeit hergestellt wird.

.Und da würde gerne mal wissen, was ihr dazu meint:

Stellt der kleine Sampadaofen 'richtige' Holzkohle her, oder nur eine 'Vorform', die aber nicht die gleiche Wirksamkeit/Konsistenz erreicht.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

Benutzeravatar
neuossi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 472
Registriert: Sa 14. Jan 2012, 20:00
Familienstand: in einer Beziehung
Wohnort: südl. Brandenburg

Re: Pyrolyseofen

#13

Beitrag von neuossi » Fr 5. Apr 2019, 20:20

Hier nun ein erster Erfahrungsbericht:

Der Chantico Pyrolyseofen macht einen guten Eindruck. Massiv und solide. Für meinen ersten Einsatz hab ich mit dem Häcksler Holzschnitzel aus Ästen gemacht und ihn bis oben befüllt. Anzünden ging gut, aber dann hat er immer wieder gewaltig gequalmt und mußte neu angezündet werden.

Heute habe ich ihn mit ganzen stehenden Ästen bestückt und dann dazwischen noch ein paar Schnitzel gestreut. Das ging schon besser. Zwischendurch ist die Flamme noch einmal aus gegangen und es qualmte wieder gewaltig. Nach erneuter Zündung brannte er dann gut und rauchfrei. Ich hab meine Pfanne drauf gestellt und mir Auberginen und Zucchini gebraten. In der Pfanne hab ich mit dem Infrarotthermometer 230° gemessen.
Angenehm ist, daß der Ofen sehr stabil ist und die Kochplatte auf einer angenehmen Höhe ist, um im Stehen daran zu kochen oder braten. Durch die massive große Kochplatte verrußen der Topf bzw die Pfanne nicht.

Die Holzkohleausbeute ist nicht so riesig, aber es war ja auch noch jede menge Luft zwischen den Ästen. Schwer abzuschätzen. Ich werde das gelegentlich mal wiegen.

Also heute hat mir der Ofen wesentlich besser gefallen als beim ersten mal. Ich denke, daß man mit etwas Übung gut damit arbeiten kann.

@Sonne: Ich habe keine Erfahrung mit dem Sampada Ofen, aber ich denke, daß die Temperatur für "richtige" Holzkohle ausreicht. Es muß nur so heiß werden, daß das Holzgas entweicht. Mehr Hitze würde meiner Meinung nach nur den Prozess beschleunigen und hätte sicher Vorteile bei größeren Stücken, würde aber keine bessere Holzkohle machen.

Benutzeravatar
neuossi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 472
Registriert: Sa 14. Jan 2012, 20:00
Familienstand: in einer Beziehung
Wohnort: südl. Brandenburg

Re: Pyrolyseofen

#14

Beitrag von neuossi » So 7. Apr 2019, 19:59

Heute gab es Bratkartoffeln vom Pyrolyse-Ofen. Vermutlich die besten Bratkartoffeln im Dorf oder gar im Universum. :lol:
Na ja, hat natürlich auch mit dem Ambiente zu tun und das ist in meinem kleinen Universum eben sehr angenehm.

Ich lerne dazu. Heute hat es nur einmal geraucht, ist aber von selber wieder an gegangen.
Das Schnibbeln während dem Anheizen und dann das Braten im Sitzen ist sehr angenehm.
Heute ist auch etwas mehr Holzkohle übrig geblieben. Ich hatte wieder trockene Äste bis ca. 2cm Durchmesser, die ich noch gut mit der Astschere auf 40cm ablängen kann, senkrecht eingestellt und nur oben zum Anzünden Holz-Häcksel und Lärchenzapfen drauf.

Benutzeravatar
osterheidi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 1439
Registriert: Mo 21. Okt 2013, 20:32
Familienstand: rothaarig
Wohnort: endmoräne, obendrauf, klimazone 6b, höhe 600

Re: Pyrolyseofen

#15

Beitrag von osterheidi » Sa 27. Feb 2021, 19:44

ich möchte auf dem sampada kochen und frage mich welcher topf oder pfanne ihr da so verwendet. ich hab nix altes müßte also was kaufen.....

Dyrsian
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 1478
Registriert: Mi 19. Okt 2011, 21:56
Familienstand: in einer Beziehung
Wohnort: Duisburg

Re: Pyrolyseofen

#16

Beitrag von Dyrsian » Mo 1. Mär 2021, 14:03

Ich täte Eisen nehmen, ist für auf dem Feuer immer am besten.
Die Kochgeräte sauen gewaltig ein (Ruß) und für beschichtetes Zeug ist das auch wegen der hohen Temperaturen nichts

Antworten

Zurück zu „Regenerative Energien und Energiesparen“