Online einkaufen

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emil17
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Re: Online einkaufen

#151

Beitrag von emil17 »

Ferry hat geschrieben: Do 31. Okt 2024, 21:29 Ich frage mich manchmal ob es nicht umweltfreundlicher ist wenn ich online einkaufe statt selber mit dem auto 20 oder gar 150km zu fahren. Schließlich transportieren die gleich ein ganzes Auto voll Waren....
Ich denke es kommt auf das selbe heraus. Hier, wenn ich was bestellen würde, kommt der Kurier mit einem Lieferwagen voll Kram vors Haus, um mir eine Schachtel von 1 Kilo Gewicht zu bringen, und fährt dann den nächsten Kunden irgendwo im Nirgendwo an.
Zudem fahren die jeden Tag von der Verteilzentrale her an, die recht weit weg ist. Wenn der Kurierfahrer seine Tour nicht in der bezahlten Zeit beenden kann, aus Gründen die er nicht zu verantworten hat (Stau), ist es trotzdem sein Problem.
Ich glaube die Post ist da besser, weil die sowieso jeden Tag den Briefkästen nach fahren. Allerdings dauert es einen oder zwei Tage länger als per Kurier.

Abhilfe wegen dem Umweltproblem ist, sich vorher zu überlegen was man überhaupt braucht, und dann viel zusammenkommen zu lassen. Aber schon die Tatsache, dass du dir das überlegts, dürfte Dich zur Ausnahmekonsumentin machen. Die meisten Leute bestellen aus Langeweile oder wegen Pseudo-Bedarf und senden das meiste wieder zurück oder es liegt zu Hause ungebraucht herum, und fahren dann ebenfalls aus Langeweile doch zum Shoppen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Bernd Belgien
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Re: Online einkaufen

#152

Beitrag von Bernd Belgien »

Da ich nicht aus Spaß bestelle und sonst lokal Einkaufe spielt irgend ein Argument Richtung "Öko" keine Rolle für mich.
Ich tu auch nicht so als ob.

Ob das Werkzeug/Solar/Samen/... jetzt von mir zu einem guten Preis von mir gekauft werden oder über den nächsten Zwischenhändler (mit Aufpreis) für mich macht keinen großen Unterschied.

Abgesehen davon sind 95% meiner online Käufe gebrauchte Dinge oder Tauschgeschäfte.
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Tscharlie
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Re: Online einkaufen

#153

Beitrag von Tscharlie »

Ich denke der Handel wird sich in den nächsten Jahren sehr stark verändern.

Denn warum soll ich in einen Baumarkt fahren, mir selbst was suchen, dann selbst an der Automatenkasse bezahlen und es selbst heimtragen. Irgendwann muss ich dann auch noch im Baumarkt die Waren im Wareneingang abholen und selbst vorher ins Regal räumen.

Baumärkte haben davon gelebt, dass man dort seine Wandfarbe im Angebot geholt hat, dann Pinsel, Gitter, Klebeband ect. mitnimmt und beim Rausgehen noch dieses oder jenes in den Wagen eingeladen hat. Verdienen "tut" der Baumarkt an den Zusatzsachen, an der Wandfarbe nichts.

Dieses "Mitnehmen" hat seit Cornona stark nachgelasssen, entweder liegt es daran dass:
Die Menschen weniger Geld haben oder dieses lieber für Anderes ausgeben wollen?
Die Menschen keinen Unsinn (in ihren Augen) mehr kaufen wollen.
Die Menschen besser überlegen was sie wirklich brauchen.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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emil17
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Re: Online einkaufen

#154

Beitrag von emil17 »

Tscharlie hat geschrieben: Di 5. Nov 2024, 07:38 Die Menschen besser überlegen was sie wirklich brauchen.
Guck mal bei einem Black Friday was die Leute so alles aus der Verkaufshalle heraustragen ... wenn die das wirklich alles "brauchen" ...
Brauchen ist natürlich eine Definitionsfrage, jeder der ein Vorgärtchen mit einem Fliederstrauch hat "braucht" eine Kettensäge.
Und wir "brauchen" eine neue Gartenbank, unsere ist schon 9 Jahre alt und die haben gerade im Abverkauf.

Selbst wenn die Anzahl bewusst einkaufender oder nicht einkaufender Leute zugenommen hat, fällt das in der schieren Menge der anderen nicht auf. Man kann sich besser an der Anzahl Baumärkte und da der Verkaufsfläche dort drin orientieren, denn das ist sehr umsatzoptimiert.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Tscharlie
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Re: Online einkaufen

#155

Beitrag von Tscharlie »

Ich denke es ist eher anders.
Die allermeisten Menschen kaufen nicht einfach was ein.

Ich kann das nur für Altbayern sagen, denn nur dort bin ich unterwegs. (Ober- und Niederbayern, das bayrische Schwaben und die Oberpfalz)

Natürlich versuchen die Baumärkte mit neuen Produktlinien das aufzuhalten, das gelingt aber praktisch nicht, es fehlt einfach die Menge der Käufer damit sich so etwas rechnet, zum Beispiel Duftkrationen. Baumärkte haben einen sehr niedrigen Umsatz pro Meter Regal, kein Einzelhändler würde damit auch nur eine Woche überstehen.

Da ich ab 2025 damit nichts mehr zu tun habe, bin ich ganz gelassen, ich schaue mir das an wie das wird.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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