we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

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Manfred
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we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

#1

Beitrag von Manfred » So 13. Aug 2017, 15:18

Jäger und Kürschner haben ein Label für Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung geschaffen:

http://www.br.de/mediathek/video/sendun ... html#&time

http://www.weprefur.de/

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Rohana
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Re: we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

#2

Beitrag von Rohana » So 13. Aug 2017, 20:32

Find' ich gut. Danke für den Link!
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

der.Lhagpa
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Re: we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

#3

Beitrag von der.Lhagpa » So 13. Aug 2017, 23:51

Schöne Initiative.
Eine Frage : Was ist "europäisches Inland"? :hmm:

http://www.weprefur.de/index.php/idee.html

Jens77
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Re: we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

#4

Beitrag von Jens77 » Mo 14. Aug 2017, 19:45

Der Normalfall heute ist, dass fast alle Füchse samt Fell im Wald vergraben werden oder in Tierkoerperbeseitigungsanlagen vernichtet werden, weil das Gerben eines Fells mehr kostet, als das, was dem Jäger ein Fell einbringen würde.
Hab selber eine Fuchstschapka und kann es sehr empfehlen, so ein Ding hält Jahrzehnte und es wärmt unglaublich, es gibt keine kalten Winter mehr. Auch echt verblüffend, wie oft man angelächelt wird, wenn man damit durch die Fußgängerzone geht...("so was würde ich auch gerne tragen, aber ich traue mich nicht"-Blick)

LG

P.S.: Scheint aber sicher noch nicht immer für alle "OK" zu sein, ein NABU-Vorstand hat sich mal einen shitstorm eingehandelt:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 496e1.html

ina maka
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Re: we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

#5

Beitrag von ina maka » Di 15. Aug 2017, 21:09

Jens77 hat geschrieben:Auch echt verblüffend, wie oft man angelächelt wird, wenn man damit durch die Fußgängerzone geht...("so was würde ich auch gerne tragen, aber ich traue mich nicht"-Blick)
Ich hab eine Jacke aus Lamm- oder Schaffell geschenkt bekommen, da war das Leder außen und der Pelz innen. Die hab ich getragen, bis sie sich aufgelöst hat---
Komischerweise hat mich nie jemand so angschaut - ich denke, weil das Leder außen war...
Dann war es wohl nie ein süßes Tier gewesen?? :hmm: :platt:
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
Jean Paul
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Jens77
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Re: we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

#6

Beitrag von Jens77 » Do 17. Aug 2017, 00:35

Wenn das innen war, konnte man das schöne Fell doch gar nicht sehen? Probier mal die sehr langhaarigen Bauchfellstuecke vom Rentier. Mit einer Ledernadel kommt man da gut durch und Rentiermuetzen können echt extrem aussehen, wenn man sich Gedanken macht, was man da hat und wie man es am besten zusammenfügt.

Auf Mittelaltermaerkten findest Du oft auch Koerbe mit Reststuecken. Kann da momentan nicht mit dienen :aeh:

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Manfred
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Re: we prefur - Pelze aus heimischer Jagd und Verarbeitung

#7

Beitrag von Manfred » Fr 8. Sep 2017, 21:01

Noch eine interessante Entwicklung:
Die deutschen Jagdverbände sind anscheinend dabei, eine Abbalg-Station einzurichten, wo das erlegte und tiefgefrorene Raubwild im Ganzen angeliefert werden dann und dann für die Weiterverarbeitung gehäutet wird.
Die Hegeringen und Jägerschaften sind aufgerufen, Sammelstellen für das Raubwild einzurichten, von wo es von der eigens dafür gegründeten Firma abgeholt werden kann.

http://fellwechsel.org/ueber-uns/

Viele Jäger scheuen die Arbeit des Abbalgens, alleine schon wegen der Fuchsbandwurm-Gefahr.
Aber auch, weil die Pelze wegen der jahrelangen undifferenzierten Hetzkampagnen gegen das Tragen von Pelzen so schlecht bezahlt werden, dass sich die Arbeit nicht rentiert.
Ein professioneller Häuter mit der entsprechenden Ausrüstung und Übung kann das natürlich ungleich schneller und damit wirtschaftlicher erledigen.
Und wenn es gelingt, das neue Label zu etablieren, das nur Pelze aus heimischer Jagd und keine Zuchtpelze zulässt, werden die Preise hoffentlich auch wieder steigen, so dass die aus Hegegründen erlegten Raubtiere wieder sinnvoll genutzt werden können und die Hegebemühungen zum Schutz des Niederwildes und der Kleintiere wieder an Attraktivität gewinnen.

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