Freien Wohnraum vermieten

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1

Beitrag von strega » So 17. Nov 2019, 22:51

naja, aber da die meisten Bauernhäuser ja ziemlich grosse Dimensionen haben
weil da früher halt 3 Generationen mit so einigen Kindern lebten
heute steht ein grosser Teil des Gehöfts ja eher leer oftmals

liesse sich ja heutzutage ein Teil des Hofes vermieten
einzelne Zimmer an Leute die eben nicht ein Riesen-Gehöft brauchen
aber dennoch gern aufm Land wohnen

da brauchts dann vielleicht auch Umbauten,
halt ein Bad oder so hier und da, aber das könnt ja zu stemmen sein

kann auch ne alternative WG daraus werden
mit Leuten, die bei Bedarf mal aufm Hof mithelfen
sich gegenseitig unterstützen
aber dennoch eher ihr eigenes Leben leben

so irgendwie was ist doch machbar
braucht dann auch keine Vorschriften erfüllen bezüglich Rollstuhlzugänglichkeit usw.
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Freien Wohnraum vermieten

#2

Beitrag von Rohana » So 17. Nov 2019, 22:57

Öhm... warum denn nur Bauernhäuser? Gibt so viele Leute die ein paar Zimmer oder sogar eine ganze Etage nicht nutzen. Und, vermieten die? Nein? Tja... wird wohl ähnliche Gründe haben.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#3

Beitrag von strega » So 17. Nov 2019, 23:18

ja mei, wenn keiner vermietet verdient auch keiner ein Zubrot
und macht mal was Neues
dann kann bequem weiterlamentiert werden dass die Kohle nicht reicht und die Bösen sind immer die anderen..... :pfeif:

Bist du zur Miete? Wenn du auf nem Hof wohnst: sicherlich nicht....
Was sind deine Gründe nicht zu vermieten bzw. welche Gründe nicht zu vermieten siehst du bei den Leuten die ihre riesigen Häuser leerstehen lassen?
Dass nur sogenannte Assis einziehen?
Denn seriöse Menschen haben ja Eigenheim? :ohm:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4

Beitrag von Rohana » So 17. Nov 2019, 23:49

Wir haben 7 Leute im Haus, 4 Generationen, ich weiss nicht was da noch vermietet werden soll. Und mit Landwirtschaft hat das nun wirklich nicht zu tun wenn jemand mehr Wohnraum hat als er braucht und das "übrige" vermietet oder nicht.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5

Beitrag von emil17 » Mo 18. Nov 2019, 08:33

strega hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 23:18

Was sind deine Gründe nicht zu vermieten bzw. welche Gründe nicht zu vermieten siehst du bei den Leuten die ihre riesigen Häuser leerstehen lassen?
Mein Traum wäre es ja auch, so in einer Art grösserer WG zusammenzuleben, statt dass jeder sein eigenes Ding macht. Das würde einem lebendigeren Alltag bringen und viel doppelte Infrastruktur, von der Waschmaschine bis zum Auto, sparen.
Als Vermieter sähe ich mich dann eher als Verwalter denn als Mensch, der Anrecht auf schonende Bahndlung des Hauses und Rendite erwartet. Wenn aber der beste Kollege und Mieter chronisch mit der Miete im Verzug ist und rotzdem in Urlaub fährt, würde mich das ärgern.
Aber: wie findet man jemanden, der passt? Womit durchaus nicht gemeint ist, dass jemand alles gleich sieht und macht wie man selber. Nur die Chemie muss stimmen, und das ist nicht einfach.
Ich habe noch nie eine derart zerstrittene Gruppe gesehen wie die Überbleibsel eines Ökodorfprojektes im Tessin ...
Dazu kommt noch, dass man nach deutschem Mietrecht einen Mieter kaum mehr los wird, wenn der weiss wie es geht. Auch Mieterschäden sind hier ein Thema. Das ist vor allem für Menschen schwer zu ertragen, die die verwüstete Wohnung selbst zusammengespart und gebaut haben, auch wenn man alles wieder flicken und neu streichen kann.
Oft ist das Haus baulich nicht zum Vermieten eingerichtet. Dann hat man eine fremde Zahnbürste im Bad. Wäre auch nicht meine Sache.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#6

Beitrag von Taraxacum » Mo 18. Nov 2019, 10:30

Wir sind hier in Deutschland, da kann man nicht so ohne weiteres größere Umbaumaßnahmen / Nutzungsänderungen ohne Bauantrag und tausenden Auflagen durchziehen. :bang: Ich arbeite ja bei einer Wohnungsgenossenschaft als Bauleiter und was da neuerdings alles an Vorschriften, vor allem Brandschutz, Schallschutz usw. einzuhalten ist..... Wie haben wir früher nur überlebt. Da scheitert der Anbau von Aufzügen, weil Glas / Stahl Konstruktionen brandschutztechnisch nicht mehr zulässig sind geschweige denn kleine Kabinen. Nein, die Kabine muss groß genug sein für die Rettungsliegen + Mediziner, das heißt, man verschandelt die Fassade mit 3x4m Betonblöcken ohne Fenster neben jedem Eingang. Dass die angrenzenden Wohnungen dann kein Sonnenlicht mehr haben..... Eine halbe Treppe tiefer darf auch kein Halt sein, nein, das Ganze ist barrierefrei zu machen. Das heißt dann, die alten Treppenhäuser rausreißen und umbauen, dass der Aufzug an der Wohnungstür hält. Balkone oder Dachbodenausbau werden nicht genehmigt, weil es keinen 2. Rettungsweg gibt, die Treppenhäuser müssen Brandschleusen haben - mach das mal mit Holztreppenhäusern, wo auf jeder Etage die Wohnungen direkt abgehen. Aufstockungen werden nicht erlaubt, da ja die Nachbarhäuser dann kleiner sind und die Straßenansicht verschandelt wird. Umbauten im Altbestand sind dermaßen umständlich, nervig und teuer, dass man es lieber sein lässt. Will man auf dem Hausdach Strom erzeugen und intern im (Miets)Haus verbrauchen, sprich das an die Mieter weitergeben, wird man zum Energielieferanten und hat die gleichen Auflagen wie die großen Erzeuger. :bang: Der Mieter muss die Wahl haben, welchen Strom / Wärme er kauft. Da kann man das auch gleich lassen. Wir haben jetzt 4 Jahre gerödelt, um ein Haus mit 6 Eingängen um eine Etage aufzustocken. Das heißt es ist alles hoffentlich soweit geklärt, dass wir den Bauantrag irgendwann nächstes Jahr genehmigt bekommen. Wenn in einem Haus nur eine genehmigungspflichtige Maßnahme durchgeführt wird, erlischt der komplette Bestandsschutz und es müssen alle neuen Auflagen voll erfüllt werden. Das läuft dann meist auf eine komplette Sanierung hinaus. Das Geld kriegt man in den seltensten Fällen wieder rein. Warum also sollte man sich das als Privater antun, um sich ev. die Laus in den Pelz zu holen, die man nie wieder los wird?

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#7

Beitrag von Rohana » Mo 18. Nov 2019, 11:02

Scheint ja fast so kompliziert wie Stallbau zu sein :ohoh: an einen Aufzug hätte ich fürs Haus auch gedacht, vonwegen Seniorengerecht und so, aber bei solchen Auflagen lassen wir das lieber :bang:
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Re: Freien Wohnraum vermieten

#8

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 18. Nov 2019, 21:55

kopiert aus 'Meldungen zu Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion /Mod k_r
Teetrinkerin hat geschrieben:
Mo 18. Nov 2019, 11:28
Rohana hat geschrieben:
Mo 18. Nov 2019, 11:02
Scheint ja fast so kompliziert wie Stallbau zu sein
Auch Privatleute haben mit den vielen Auflagen zu kämpfen.

Wir haben ein Haus im Rohbau übernommen (hat mein Vater begonnen zu bauen, aber durch private Schicksalsschläge hat er das Gebäude nicht fertiggestellt). Jedenfalls haben wir dann beim Ausbau daraus zwei Wohnungen gemacht (EG ist vermietet). Daraus hat sich ergeben, dass wir das DG ausbauen mussten, damit beide Kinder ihr eigenes Zimmer haben (bei einem Mädel und einem Jungen auf jeden Fall von Vorteil). Dadurch, dass im DG ein Raum entstand, in dem auch geschlafen wird, mussten wir einen zweiten Rettungsweg sicher stellen. Allerdings war an der Giebelseite unten ein kleiner Anbau, der verhinderte, dass man in einem entsprechenden Winkel an das DG-Fenster anleitern konnte. Das hatte zur Folge, dass wir für einige tausend € einen Balkon durch eine Fachfirma anbringen lassen mussten, damit die Stelle zum Anleitern weiter raus gezogen wird und ein gewisser Winkel eingehalten werden kann. Dazu kam, dass auch noch neue Baupläne vom Architekt und ein Gutachten einer Brandschutzsachverständigen erstellt werden mussten. Und da ein Balkon ohne Balkontür, sondern nur mit Fenster etwas blöd ist, haben wir dann auch gleich noch das Fenster entfernt, den Ausschnitt vergrößert und eine Balkontür eingebaut (was natürlich auch nochmals zusätzlich kostete).

Der Bürkokratiewahn trifft also nicht nur Landwirte.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Freien Wohnraum vermieten

#9

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht » Di 19. Nov 2019, 09:53

strega hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 23:18
Was sind deine Gründe nicht zu vermieten bzw. welche Gründe nicht zu vermieten siehst du bei den Leuten die ihre riesigen Häuser leerstehen lassen?
Dass nur sogenannte Assis einziehen?
auch wenn ich in den 40 Jahren, die ich als Vermieter tätig bin, bisher das Glück hatte, nie an echte Mietnomaden zu geraten - im Bekanntenkreis hatte Jemand solche "Mieter" - und danach nur noch die Option, zu verkaufen... :ohoh:
Wenn man nur eine Wohnung zu vermieten hat, und auf die Einnahmen angewiesen ist (nicht für alle privaten Vermieter ist die Miete ein "Zubrot"), kann's da schnell eng werden.
Jeder Mieterwechsel ist da auch ein Glücksspiel, denn man kann den Menschen nicht in die Köpfe gucken - trotz Einkommensnachweis und sympatischem Auftreten, kann's immer auch schief laufen. Emil hat ja einige Punkte genannt.
Es gibt Mieter, deren Auszug man ehrlich bedauert, weil sie sich im positiven Sinne so um die Wohnung gekümmert haben, als wär's ihre Eigene,
und es gibt Solche, deren Auszug man feiert, weil sie das Mietverhältnis wie einen Kauf interpretieren, und z.B. laufend Dinge tun, die man ungefragt eben nur als Eigentümer tun darf.
Ich bin, nach einem Mieter der letztgenannten Art, z.Zt. gerade wieder auf der Suche nach neuen Mietern und stelle mit Bedauern fest, dass mit jeder schlechten Erfahrung das Misstrauen wächst.
"Normale" Mieter wundern sich sicher über ellenlange Hausordnungen voll von banalen Selbstverständlichkeiten, aber wenn man als Vermieter Eines lernt,
dann dass es so etwas wie banale Selbstverständlichkeiten in Mietverhältnissen nicht gibt :pfeif:

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Re: Freien Wohnraum vermieten

#10

Beitrag von Taraxacum » Di 19. Nov 2019, 11:39

:daumen:

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