Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2671

Beitrag von Rohana » Sa 9. Nov 2019, 09:24

emil17 hat geschrieben:
Sa 9. Nov 2019, 09:22
Ich meinte nur, wenn ein Mittel nur zugelassen werden darf, wenn ein Betrieb auf anderen Flächen andere Dinge macht, dann ist das ein Kuhhandel und unlogisch.
Absolut, deshalb macht es auch keinen Sinn!
Wegen Kleinbetrieb und Nische: Für mich bedeutet das, dass man beizeiten seine Nische suchen und besetzen muss, wenn absehbar ist, dass es so wie bisher nicht weitergehen wird.
Woher willst du die vielen Nischen nehmen? :aeug:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2672

Beitrag von emil17 » Sa 9. Nov 2019, 17:55

Rohana hat geschrieben:
Sa 9. Nov 2019, 09:24
Woher willst du die vielen Nischen nehmen? :aeug:
Muss jeder selber, und nur eine, nämlich seine. Allemal besser als auf jemanden von oben zu warten, der es richtet, und auf die Ämter zu schimpfen. Woher soll ich wissen, was in deiner Region gefragt sein könnte und was du kannst und gerne tust?
Eine Nische, die überall und zahlreich vorhanden ist, ist keine mehr.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2673

Beitrag von Rohana » Sa 9. Nov 2019, 18:10

Deshalb wird es auch nicht für jeden Kleinbetrieb eine "Nische" geben. Dazu gibt es zuviele Betriebe und zuwenig Käufer für "Nischenprodukte".
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2674

Beitrag von Mara1 » Sa 9. Nov 2019, 18:55

Und in einigen Bereichen zu viele Regulationen und Vorschriften, so das etliche Dinge gar nicht ausprobiert werden können (es ist keine Flexibilität seitens der Behörden).

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2675

Beitrag von aron » Sa 9. Nov 2019, 19:30

Da kam letztens im ZDF eine Dokumentation über eine Bauernfamilie, die mit ihren landwirtschaftlichen Produkten nicht mehr über die Runden kommen und auf ihrem Hof ein Altersheim aufgemacht haben.
Wäre eventuell für den ein oder anderen eine " Nischenidee" .


https://www.zdf.de/dokumentation/37-gra ... m-100.html

,

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2676

Beitrag von hobbygaertnerin » So 17. Nov 2019, 16:40

Das mag für den einen oder anderen Bauernhof mit den passenden Bedingungen hilfreich sein-
aber da hängen gewaltige Kosten, Ausbildung und vieles mehr dran, nur mal so einfach geht das nicht.

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2677

Beitrag von sybille » So 17. Nov 2019, 18:55

da hängen gewaltige Kosten, Ausbildung und vieles mehr dran, nur mal so einfach geht das nicht.
Das ist wahr! Aber wenn man sich vorher schlau macht was geht ist es sicher eine gute Idee für den Hof und auch für die alten Leute.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2678

Beitrag von Rohana » So 17. Nov 2019, 22:38

Wer zufällig grade alle Anforderungen an diese sehr spezielle Nische erfüllt bzw. erfüllen kann und will, wunderbar. Ich finde die Idee sehr charmant und wenn ich so sehe wie begeistert meine Oma (87) ist weil sie bei uns im Stall die Schwalben beobachten kann... da haben die alten Menschen definitiv was davon.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2679

Beitrag von Teetrinkerin » Mo 18. Nov 2019, 11:28

Mod-Info: Absatz eins bezieht sich auf das abgetrennte Thema 'Freien Wohnraum vermieten' /Mod k_r
Rohana hat geschrieben:
Mo 18. Nov 2019, 11:02
Scheint ja fast so kompliziert wie Stallbau zu sein
Auch Privatleute haben mit den vielen Auflagen zu kämpfen.

Wir haben ein Haus im Rohbau übernommen (hat mein Vater begonnen zu bauen, aber durch private Schicksalsschläge hat er das Gebäude nicht fertiggestellt). Jedenfalls haben wir dann beim Ausbau daraus zwei Wohnungen gemacht (EG ist vermietet). Daraus hat sich ergeben, dass wir das DG ausbauen mussten, damit beide Kinder ihr eigenes Zimmer haben (bei einem Mädel und einem Jungen auf jeden Fall von Vorteil). Dadurch, dass im DG ein Raum entstand, in dem auch geschlafen wird, mussten wir einen zweiten Rettungsweg sicher stellen. Allerdings war an der Giebelseite unten ein kleiner Anbau, der verhinderte, dass man in einem entsprechenden Winkel an das DG-Fenster anleitern konnte. Das hatte zur Folge, dass wir für einige tausend € einen Balkon durch eine Fachfirma anbringen lassen mussten, damit die Stelle zum Anleitern weiter raus gezogen wird und ein gewisser Winkel eingehalten werden kann. Dazu kam, dass auch noch neue Baupläne vom Architekt und ein Gutachten einer Brandschutzsachverständigen erstellt werden mussten. Und da ein Balkon ohne Balkontür, sondern nur mit Fenster etwas blöd ist, haben wir dann auch gleich noch das Fenster entfernt, den Ausschnitt vergrößert und eine Balkontür eingebaut (was natürlich auch nochmals zusätzlich kostete).

Der Bürkokratiewahn trifft also nicht nur Landwirte.

Vor einiger Zeit hab ich mich mit einem Metzger (mit eigenem Ladengeschäft) unterhalten. Früher durfte er noch selbst schlachten, durch neue EU-Regeln darf er das seit ein paar Jahren nicht mehr. Nun muss er sein Vieh (er kauft nur bei bestimmten Landwirten ein) erst mal einige Kilometer weiter in den nächsten Schlachthof liefern lassen, dort wird das Tier dann soweit "verarbeitet", dass er es - natürlich mit einem anderen Fahrzeug und mit Kühlung - in Hälften abholen kann. Ein anderer Metzger wollte diesen Weg nicht gehen und hat für viel Geld eigens im Industriegebiet einen Neubau hingestellt, damit er die Auflagen einhalten kann.

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2680

Beitrag von Rohana » Mo 18. Nov 2019, 12:37

Teetrinkerin hat geschrieben:
Mo 18. Nov 2019, 11:28
Der Bürkokratiewahn trifft also nicht nur Landwirte.
Das weiss ich, keine Sorge... ich beschäftigte mich nur nicht so eingehend mit Hausbau wie mit Stallbau bisher ;)
Vor einiger Zeit hab ich mich mit einem Metzger (mit eigenem Ladengeschäft) unterhalten. Früher durfte er noch selbst schlachten, durch neue EU-Regeln darf er das seit ein paar Jahren nicht mehr. Nun muss er sein Vieh (er kauft nur bei bestimmten Landwirten ein) erst mal einige Kilometer weiter in den nächsten Schlachthof liefern lassen, dort wird das Tier dann soweit "verarbeitet", dass er es - natürlich mit einem anderen Fahrzeug und mit Kühlung - in Hälften abholen kann. Ein anderer Metzger wollte diesen Weg nicht gehen und hat für viel Geld eigens im Industriegebiet einen Neubau hingestellt, damit er die Auflagen einhalten kann.
Ja, auch das kenne ich. Bin gespannt wie lange Hausschlachtung noch legal ist - aber legal oder nicht, die Brandmetzger sterben aus, und ohne die gehts nicht :(
Immerhin wurde bei den EU-Schlachthöfen schon zurückgerudert (meine ich), aber Struktur die einmal kaputt ist, ist nur sehr schwierig wieder zu ersetzen :sauenr_1:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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