Herdenschutzhunde

Theorie und Praxis zu Hunden, die gezielt zur Arbeit eingesetzt werden
Benutzeravatar
Rallymann
Sponsor 2016
Sponsor 2016
Beiträge: 1672
Registriert: So 26. Mai 2013, 18:10
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Erwitte
Kontaktdaten:

Re: Herdenschutzhunde

#91

Beitrag von Rallymann » Mo 27. Apr 2015, 05:10

Sabine genau darauf wollte ich hinaus.
Ausserderm meinte ich Hundeverstand von NICHT-Hundeleuten.
JA genau. HSH im Ruhrpott. DA gehört er hin.
Weiterhin füllen sich die Tierheime in Deutschland mit HSH, obwohl kaum Bedarf für diese Rassen hier besteht.
Reisende
Der Deutsche Schäfer ist eine sehr junge Rasse ( irgendwo um 1890) erschaffen.
Der hat alles, was ein HSH braucht, ausser seiner Grösse und das zu ändern sollte nicht so lange dauern.
Vieleicht brauchtes auch keine Größe, sondern ur nen Hund mehr!?
Zumindest wäre es eine Alternative dazu, diverse Rassen da zu lassen, wo sie herkommen, denn jede Hunderasse wird in Deutschland irgendwann zum Modehund, der dann lein leben als "Familienhund" fristen darf.

Benutzeravatar
Minze
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 2015
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 14:29
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: Ostprignitz-Ruppin

Re: Herdenschutzhunde

#92

Beitrag von Minze » Mo 27. Apr 2015, 10:55

Rallymann hat geschrieben: Der Deutsche Schäfer ist eine sehr junge Rasse ( irgendwo um 1890) erschaffen.
So jung die Rasse ist so kaputtgezüchtet ist sie auch, vom deutschen Schäferhund ist leider nichts übrig geblieben, es ist ein Jammer, diese Hunde anzusehen. Ich weiß nicht, ob es die DDR-Linien noch gibt, die waren jedenfalls noch gerade gewachsen und gesund.
Liebe Grüße
Minze

Wild-Bunch-Chris
Beiträge: 45
Registriert: Mi 24. Dez 2014, 18:44

Re: Herdenschutzhunde

#93

Beitrag von Wild-Bunch-Chris » Sa 13. Jun 2015, 22:39

https://www.facebook.com/permalink.php? ... 9204787720

Einsatz von HSH an Deichen - dort scheinen die Hunde sich ganz gut an die ständigen Aussenreize durch Spaziergänger und Co gewöhnt zu haben.

LG, Chris

Benutzeravatar
Manfred
Beiträge: 15271
Registriert: Di 3. Aug 2010, 11:15
Familienstand: ledig

Re: Herdenschutzhunde

#94

Beitrag von Manfred » Do 12. Nov 2015, 09:56

Eine US-Infobroschüre für Weidetierhalter über den Einsatz von Herdenschutzhunden:

http://today.agrilife.org/2015/10/29/ag ... blication/
http://sanangelo.tamu.edu/files/2013/08 ... -Dogs1.pdf

Benutzeravatar
Manfred
Beiträge: 15271
Registriert: Di 3. Aug 2010, 11:15
Familienstand: ledig

Re: Herdenschutzhunde

#95

Beitrag von Manfred » Fr 13. Nov 2015, 20:54

Ein kurzer TV-Bericht über die Herdenschutzhunde des bayrischen Feenhofs:

http://www.tvtouring.de/mediathek/video ... schuetzen/

Landfrau
Beiträge: 568
Registriert: Do 16. Aug 2012, 19:50

Re: Herdenschutzhunde

#96

Beitrag von Landfrau » Mo 16. Nov 2015, 18:33

Der DSH hat gewiss nicht alles, was ein HSH braucht.
Zu krank, zu klein, zu viel beutetrieb, zu wenig territoriale Dominanz, zu schwaches Nervenkostüm, zu hoher GRundumsatz und eine zu hohe Stimme.

Ob man in D überhaupt HSH zum Herdenschutz braucht?
Keine Ahnung. Bisher sind in direkter Umgebung weder vier- noch zweibeinige Viehdiebe tätig geworden.
Im Zweifelsfall würde ich meine Schafe in den hoch eingezäunten teil der Grundstückes holen und ihnen Futter vorlegen, statt sie weiden zu lassen. Sicherlich nicht das, was sich ein Weidebauer wünscht.

Wir haben 2 Kangals als Hofhunde.
Durch geruch (Absetzen des Kotes und Urins an den Grenzen des territoriums) und wohltönendes Gebell halt sie Wild aller Art fern. Wölfe hören aus Hundegebell mehr Informationen als wir - es kann ein nervöser Kläffer kein HSH sein.
Der Anblick der Kangals reicht, um die Zudringlichkeiten der Schrottsammler auf 0 zu reduzieren.
Sie haben ca. 2 ha eingezäunte Fläche zum Belaufen, Schweine, Schafe und Geflügel als herde / Rudel und Anschluss an ihre menschlichen HAlbgötter.

Dass Kangals und andere HSH im Ruf stehen "aggressiv und gefährlich" zu sein, möchte ich hier im eigenen Interesse so stehen lassen. Ganz böse Viecher.

Noch ein Hinweis:
In Nds und vermutlich auch anderswo ist eine Hundehalterhaftpflichtversicherung vorgeschrieben.
Deren Anbieter halten sich sehr bedeckt bezüglich der HAltungsbedingungen, die für Ansprüche gg die versicherung gegeben sein müssen, damit der uninformierte Hundehalter im Schadensfall möglichst geringe Ansprüche durchfechten kann.
Nach langem gezerre kam die Antwort "alle anzuwendenden rechtsnormen müssen eingehalten sein".
Also: Schau nach, was in deinem Bundesland LAndkreis, gemeinde gilt und halte es ein.

Zweitens, aus berufenem Munde. Das Grundstück mit dem Hund ist, um ggf. Versicherungsschutz in Anspruch nehmen zu können, wie folgt zu sichern
- ein geeigneter Zaun
- abgeschlossenes Tor
- Klingel außen am Tor
- Hinweisschild "Achtung Frei laufende Hunde Betreten des Grundstückes auf eigene Gefahr"

Das ist viel, aber sinnvoll.
Dämliche SChilder "Vorsicht bissiger Hund" werden als vorweggenommenes Schuldeingeständnis gewertet - wenn der HAlter wusste, dass der Hund bissig ist, wie er ja auf dem Schild schreibt, hätte er ihn festsetzen müssen.
Das ist die Argumentation.

Cave canem!

Landfrau
Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger :-)

Benutzeravatar
Manfred
Beiträge: 15271
Registriert: Di 3. Aug 2010, 11:15
Familienstand: ledig

Re: Herdenschutzhunde

#97

Beitrag von Manfred » Mo 23. Nov 2015, 15:55

Grad ein Bild gekriegt. :)
Herdenschutz-Nachwuchs von heute Nacht. Erster Wurf der Mama, gleich 10 Stück.

Bild

Landfrau
Beiträge: 568
Registriert: Do 16. Aug 2012, 19:50

Re: Herdenschutzhunde

#98

Beitrag von Landfrau » Mo 23. Nov 2015, 18:06

Sehr hübsch, so viel Leben!

Unser Rüde soll kastriert werden ... dennoch kommt mich manchmal der Gedanke an kleine Kangals an.
Die Hündin stammt allerdings auch aus einem 14er - Wurf.

Und dann eben die andere Vorstellung, die Welpen an irgendwelche Leute abgeben zu müssen

die nicht verstehen, dass man einen Hund mit kaum beutetrieb nicht wie einen DSH oder Mali "dressieren" kann
die ihren Hund in den Bauch treten oder auf die Füße, wenn er ihnen hochspringend das gesicht zu Begrüßung ablecken will
die nicht wissen, dass, wo ein Hund ist, auch ein Zaun sein muss - es sei denn man lebt in Anatoliens Weite
die ihre Hunde zum "Spielen mit anderen Hunden" ausführen
die ihren Welpen für mangelnde Stubenreinheit strafen - obgleich er noch gar nicht in der LAge ist, seine Ausscheidungen zu kontrollieren
die ihren Hund ängstigen oder schlagen - ohne dieses anschließend aufzulösen
die gleuben, eine Leine sei dazu da, den hund festzuhalten
die mit einem großen mutigen Hund Defekte an ihrem Ego heilen wollen

und so weiter.

Schade um das genetische Potential unserer beiden Wunderbaren, aber angesichts der INtressentenschaft für gerade diese Hunde ist Eier - ab sicherlich der klügere Weg.

LAndfrau
Den Inhalt einer Botschaft bestimmt der Empfänger :-)

Benutzeravatar
Reisende
Beiträge: 4263
Registriert: Fr 20. Jul 2012, 15:05
Wohnort: Altmoränenlandschaft in Klimazone 8a

Re: Herdenschutzhunde

#99

Beitrag von Reisende » Mo 23. Nov 2015, 19:14

jaja, wie so oft - alle doof, außer mich....
:mued:
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.

Benutzeravatar
marceb
Administrator
Beiträge: 868
Registriert: Sa 17. Aug 2013, 10:01
Familienstand: Single und Kuppelbudist/in
Wohnort: Neustadt in Holstein

Re: Herdenschutzhunde

#100

Beitrag von marceb » Mo 23. Nov 2015, 20:16

@Landfrau:

schau mal hier:
Die Kastration beim Hund - Ein Paradigmenwechsel: http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/de ... 3&ID=18951

Die Vasektomie (Sterilisation) beim Rüden: http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/de ... 3&ID=19288

Gruß
Martina

Antworten

Zurück zu „Arbeitshunde“