Herdenschutzhunde

Theorie und Praxis zu Hunden, die gezielt zur Arbeit eingesetzt werden
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Herdenschutzhunde

#111

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht » Mo 12. Sep 2016, 19:30

Sehr schönes Video

Wahrscheinlich gibt es so etwas nur in der Schweiz :mrgreen: in Eu müsste das wohl genormt sein und dem Hund die Hörne ausgebrannt werden :aeh:

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Re: Herdenschutzhunde

#112

Beitrag von fuxi » Mo 12. Dez 2016, 14:52

Herdenschutzhunde in Deutschland sind übrigens für Wanderschäfer*innen nur unter absurdestem Aufwand legal zu halten. Es gilt nämlich weiterhin das Tierschutzgesetz, das vorschreibt, dass jeder, der einen Hund hält, ihm eine isolierte Schutzhütte und einen witterungsgeschützten Liegeplatz mit wärmegedämmtem Boden bereitstellen muss. Mindestmaße sind abhängig von der Größe des Hundes.

Problematik und Stellungnahme des Landesbeauftragten zum Tierschutz (Ba-Wü) >>hier<<
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.

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Manfred
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Re: Herdenschutzhunde

#113

Beitrag von Manfred » Mo 12. Dez 2016, 15:14

Zum Glück drücken die Behörden da meist ein Auge zu, auch auf Druck der Wolfsberater. Hier in Bayern und einigen anderen Bundesländern laufen Gesetzesinitiativen dazu, ist aber eine zähe Geschichte...

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Re: Herdenschutzhunde

#114

Beitrag von Zacharias » Mo 12. Dez 2016, 22:04

Bei den Wanderschafen wird doch auch ein Auge zugedrückt, die dürfen ja auch ohne Unterstand umherziehen. Wird das bei den zugehörigen HSH so anders gehandhabt?
Grüße,
Birgit

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Re: Herdenschutzhunde

#115

Beitrag von Manfred » Mo 12. Dez 2016, 22:17

Bei Schafen ist in D kein Unterstand vorgeschrieben, nur ein angemessener Witterungsschutz.
Und das bezieht sich bei Schafen und Rindern laut Amtsschreiben auf den Nässeschutz von unten, d.h. solange sie nicht auf staunassen Flächen in den Pfützen oder im Matsch liegen müssen, ist alles OK.
Außerdem ist bei starkem Wind ein Windschutz erforderlich, der durch entsprechendes Gelände, Hecken, Strohballenwälle etc. gewährleistet werden kann.

Bei Hunden ist dagegen ein Schutz vorgeschrieben. Was derzeit ohne Schutz unterwegs ist, läuft alles nach dem Motto wo kein Kläger, da kein Richter. Wenn der erste Kläger kommt...

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Re: Herdenschutzhunde

#116

Beitrag von Zacharias » Mo 12. Dez 2016, 22:25

Das scheint in NRW aber anders zu sein, hier ist ein Unterstand für Schafe vorgeschrieben und wird auch recht heftig kontrolliert. Nur für Wanderschäfer gibt es eine Ausnahme.
Grüße,
Birgit

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Re: Herdenschutzhunde

#117

Beitrag von Manfred » Mo 12. Dez 2016, 22:34

Was ist denn die Rechtsgrundlage dafür?

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Re: Herdenschutzhunde

#118

Beitrag von Zacharias » Mo 12. Dez 2016, 23:25

So genau kenne ich mich nicht aus, aber ich hatte z.B. einen Vorteil dadurch, weil meine vom Bauordnungsamt beanstandeten Unterstände deswegen stehen bleiben durften. Und ein Schafkollege hat ständig Ärger, wenn er seine Schafe auf dem Bereich grasen lässt, wo der Unterstand für die Schafe nicht zu erreichen ist.
Grüße,
Birgit

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Re: Herdenschutzhunde

#119

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Di 2. Okt 2018, 21:35

angeregt durch das von Rati im Faden "Wölfe" verlinkte Video vom Schäfer Johannes Rudolf, hab ich den mastín español gegoogelt.
bin dabei auf folgendes Video gestoßen.
ist leider auf Spanisch.
"perro de trabajo" ist der Arbeitshund, "perro de concurso" ist der ...hm? "Wettbewerbshund" (der Schönheitwettbewerbe gewinnt ;) ).
Wozu wurde dem Hund dieses hängende "Doppelkinn" (papadas) angezüchtet?? Das muss ihn doch ziemlich stören - der Arbeitshund hat das zum Beispiel gar nicht!
Man sieht in dem Video gut, wie arg die Unterschiede in dieser Rasse sind (oder sind es bereits 2 Unterrassen?) - zwischen den auf Arbeit selektierten Tieren und denen, die nur für Wettkämpfe und als Haushunde "verwendet" werden.
Die richtige Selektion klappt nur, wenn die Tiere auch arbeiten dürfen!!

Tierzucht (auch Pflanzenzucht eigentlich) muss "gelebt" werden......

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Re: Herdenschutzhunde

#120

Beitrag von ben » Do 4. Okt 2018, 07:49

Die Veranlagung zum Doppelkinn sieht man aber auch schon bei den Arbeitshunden. Ich vermute, dass da nicht speziell drauf gezüchtet wurde, sondern dass es eben so mitgekommen weil nicht dagegen gezüchtet wurde aber das ist jetzt reine Spekulation. Wenn man sich so manche Hunderassen ansieht, dann ist auch nicht auszuschließen, dass die Züchter das Doppelkinn sogar bewusst betont haben.

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