Alzheimer Demenz beim Hund oder:

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Sonne
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Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#11

Beitrag von Sonne » Mi 12. Sep 2018, 14:11

65375 hat geschrieben:Das ist etwas, was mich schon sehr lange beschäftigt, weil ich es auch in meinem Umfeld schon oft genau so beobachtet habe.
Ist Empathie ein Indikator für Demenz? Sollte man lernen, egoistischer zu sein? Oder liegt das einfach in der Hirnstruktur und läßt sich eh nicht beeinflussen?
Bei manchen Leuten im Heim ist das so. Da wissen wir von der Lebensgeschichte her, dass sie sehr lange für jemand gesorgt haben. Ein Mann hat 8 Jahre seine Frau gepflegt - als sie starb, wurde er dement. Er blieb aber bis zu letzt die Fürsorge in Person...zu jedem...Pfleger, Helfern, Mitwohner. Das war so süß.

Aber es gibt genauso andere. Ego pur. Bei manchen denke ich (jetzt bei solchen, die noch gewisse lichte Momente haben),
die haben in ihrem Leben weder das Wort Bitte, noch Danke jemals angewendet. :roll:
65375 hat geschrieben: Ist Empathie ein Indikator für Demenz?
Und doch denke ich manchmal, es gibt da tatsächlich einen leichten Überhang.
65375 hat geschrieben:Oder liegt das einfach in der Hirnstruktur und läßt sich eh nicht beeinflussen?
Ich weiß nicht, ob es sich wirklich beeinflußen lässt.

Aber wenn ich einen Mitarbeiter seh', der mal kurz Panik bekommt auch so zu enden, sag ich immer:

Ihr müsst ein Musikinstrument lernen, wenn ihr man in Rente seid.

Und eine Fremdsprache lernen...das Malen anfangen...Schach lernen - eben einfach Dinge tun, die man noch nie getan hat und echte Probleme und Herausforderungen lösen. Nicht Kreuzworträtsel oder Sudoku, sondern einen Garten anlegen, Auswandern, sich in ein Ehrenamt einarbeiten, ein Haus renovieren oder seinen Enkelkindern die Welt erkären.

Das Gehirn braucht was Richtiges zu futtern und zu knabbern.

Ich glaube, das ist der beste Schutz...

...und natürlich noch ausreichend soziale Kontakte und vernünftige Ernährung.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#12

Beitrag von 65375 » Mi 12. Sep 2018, 15:52

Sonne hat geschrieben:Ihr müsst ein Musikinstrument lernen,...
Ich hab noch nie von einem dementen Pianisten oder Dirigenten gehört. Andere Instrumente scheinen nicht ganz so sicher zu schützen, ist mein subjektiver Eindruck.
Aber im Rentenalter mit Klavier anzufangen, naja, es gibt sicher weniger frustrierende Möglichkeiten, sein Hirn zu aktivieren. Und zu warten bis zur Rente, ist auch riskant. Vorher fehlt scheinbar immer die Zeit, aber man sollte sie sich nehmen. Bin da auch sehr inkonsequent. Ich vergesse es immer..... :pfeif:

centauri

Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#13

Beitrag von centauri » Mi 12. Sep 2018, 15:54

Ich wollte eigentlich auch was zum Thema schreiben, habs aber vergessen. :aeh:

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Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#14

Beitrag von Maisi » Mi 12. Sep 2018, 16:15

65375 hat geschrieben:
Sonne hat geschrieben: Aber im Rentenalter mit Klavier anzufangen, naja, es gibt sicher weniger frustrierende Möglichkeiten, sein Hirn zu aktivieren. Und zu warten bis zur Rente, ist auch riskant. Vorher fehlt scheinbar immer die Zeit, aber man sollte sie sich nehmen. Bin da auch sehr inkonsequent. Ich vergesse es immer..... :pfeif:
Das geht, wenn man dann ranklotzt! Ich hab ein paar Klavierschüler, davon auch 2 60plus. Beide bei null angefangen. Schüler eins ist sehr ehrgeizig und fleißig, übt regelmäßig und macht ordentliche Fortschritte. Schüler zwei eher das Gegenteil, dementsprechend geht nix vorwärts.... Wenn aber mal geübt wird, dann klappts auch.

Man darf nicht erwarten, daß man technisch so weit kommt, daß es für große Sonaten reicht. Aber für etwas Hausmusik --> kein Problem. Fleiß vorausgesetzt. Kinder lernen kurzfristig zwar schneller und leichter, aber der Erwachsene lernt nachhaltiger und ist besser darin, Gelerntes selbstständig bei ähnlichen Stücken dann wieder anzuwenden.

Kurzfassung des Exkurses: es ist nie zu spät, aber ohne Fleiß kein Preis! :oma:

Benutzer 72 gelöscht

Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#15

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Mi 12. Sep 2018, 16:39

65375 hat geschrieben:
Sonne hat geschrieben:Ihr müsst ein Musikinstrument lernen,...
Ich hab noch nie von einem dementen Pianisten oder Dirigenten gehört.
Ich schon - war ein wirklich toller Klavierspieler, aber er musste aufhören wegen irgendwas an den Sehnen der Hand.
Also er war nicht mehr aktiv, als die Demenz begann. hm.

Vielleicht ist es das - wenn man aufhört, dann kommt die Demenenz?

Vielleicht ist der Punkt eher der, dass man etwas braucht, was einen fordert - wofür es sich lohnt, gesund zu bleiben?
Also soetwas wie einen Sinn im Leben?? :hmm:

Neugierde, Interesse, das Gefühl, gebraucht zu werden??

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Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#16

Beitrag von Lehrling » Mi 12. Sep 2018, 17:48

ina maka hat geschrieben:
65375 hat geschrieben: Vielleicht ist der Punkt eher der, dass man etwas braucht, was einen fordert - wofür es sich lohnt, gesund zu bleiben?
Also soetwas wie einen Sinn im Leben?? :hmm:

Neugierde, Interesse, das Gefühl, gebraucht zu werden??
ja, genau das halte ich für den wichtigen Punkt.

liebe Grüße
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Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#17

Beitrag von 65375 » Mi 12. Sep 2018, 18:59

Kann das sein, daß hier im Moment einige vergessen haben, wie zitiert wird? Hier werden grade wild durcheinander Zitate andern Leuten zugeschrieben, als denen, von denen sie stammen.

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Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#18

Beitrag von Sonne » Mi 12. Sep 2018, 20:36

Unsere Klavierlehrerin hat mir einmal erzählt, sie war zu Besuch bei einem Kollegen, ein hervorragender Pianist - er war so dement,
er konnte nicht mal mehr ein Kinderlied vorspielen.

Maisi hat geschrieben: Das geht, wenn man dann ranklotzt! Ich hab ein paar Klavierschüler, davon auch 2 60plus.

Man darf nicht erwarten, daß man technisch so weit kommt, daß es für große Sonaten reicht. Aber für etwas Hausmusik --> kein Problem. Fleiß vorausgesetzt. Kinder lernen kurzfristig zwar schneller und leichter, aber der Erwachsene lernt nachhaltiger und ist besser darin, Gelerntes selbstständig bei ähnlichen Stücken dann wieder anzuwenden.

Kurzfassung des Exkurses: es ist nie zu spät, aber ohne Fleiß kein Preis! :oma:
Unsere Klavierlehrerin hat mir auch immer wieder von neuen Schülern erzählt, die über 60 oder sogar 70 sind und ganz neu anfangen. Das geht durchaus, wenn's einem Freude macht und wie Maisi schon sagte, man jetzt nicht erwartet noch Starpianist zu werden.

Wobei Klavierspielen eigentlich das beste Instrument für das Gehirn ist, weil rechte Hand und linke Hand unterschiedliche Aufgaben haben
und gleichzeitig mußt du noch Noten lesen und der Fuß hat eventuell auch noch was zu tun. Also eine hervorragende Anforderung an das Gehirn.

Aber eigentlich geht es hier ja um den HUND.

Da habe ich heute auch was gehört. Bei meiner Schwägerin war der Ergotherapeut (sie hat vor einem halben Jahr eine Gehirnblutung und einen Schlaganfall erlitten)...und ich hab' zugeschaut was er macht, um mir Übungen anzueignen, die ich mit ihr machen kann. Und wir haben uns über's Gehirn unterhalten und dann auch über Demenz...und er sagte, es wäre inzwischen wohl doch ziemlich erwiesen, dass Aluminium bei der Erkrankung eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

Und Hunde fressen ja oft Dosenfutter und auch aus so Alubehältern - Katzen vielleicht noch mehr. Diese kleinen Sheba- und Cäsardöschen.

Naja...und Menschen haben Jogurthbecher und Fischaluformen. :roll:


centauri hat geschrieben:Ich wollte eigentlich auch was zum Thema schreiben, habs aber vergessen. :aeh:
Centauri, müssen wir uns Gedanken machen? :pfeif:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#19

Beitrag von 65375 » Do 13. Sep 2018, 11:38

Daß ich nachhaltiger lerne, kann ich nicht behaupten. Alles, was ich versuche, mir neu anzueignen, muß ich mir mehrfach zu Gemüte führen, bis es auch nur ansatzweise verankert bleibt.

Meine Oma hat die beste Haferflockensuppe der Welt immer im Alutöpfchen gekocht. Gestorben ist sie recht alt an Krebs. Krank war sie nicht lange, und dement war bei uns bisher noch niemand.

Trotzdem meide ich Alu einigermaßen konsequent; schon aus Umweltschutzgründen ist das ratsam.

Benutzer 72 gelöscht

Re: Alzheimer Demenz beim Hund oder:

#20

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Do 13. Sep 2018, 19:46

65375 hat geschrieben:Meine Oma hat die beste Haferflockensuppe der Welt immer im Alutöpfchen gekocht. Gestorben ist sie recht alt an Krebs. Krank war sie nicht lange, und dement war bei uns bisher noch niemand.
waren meine Großeltern auch bis zum Tode nicht.
aber sie waren auch ungeimpft..... :duckundweg:

Kriegsgeneration, viel Hunger, verschimmeltes Brot und sowas - die Gründe müssen irgendwo anders liegen, irgendwo, wo wir gar nicht suchen..... :hmm:

Ich hab die Eßlöffel im Haus meiner Großeltern gehaßt, weil die immer so nach Silber schmeckten.
Sie haben sehr wenig ferngesehen, trotz hohem Alter jeden Tag, bei jedem Wetter den kleinen Spaziergang gemacht, selber gekocht und den Haushalt geführt bis zum Schluss.

hm??

sorry, wegen dem Originaltitel: ich hab noch nie ein dementes Tier erlebt.
Nur Nachbars Katze, die wurde dann auch eingeschläfert, weil sie "verrückt" geworden ist - Diagnose: Hirntumor.
Aber so richtige Demenz: haben das Tiere wirklich?

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