Direktsaat/Pflanzung in Gründüngung

Moderator: kraut_ruebe

hobbygaertnerin
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Re: Direktsaat/Pflanzung in Gründüngung

#21

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 2. Okt 2017, 07:47

Die Obstbäume von Paul Gautschi bekommen sehr viel von diesem Holzhäckselmulch und damit ist die Humusversorgung sehr gut(kann mir vorstellen, dass dort auch eine passende Pilzbesiedelung vorhanden ist) . Im Kronen- und Traufbereich der Obstbäume hab ich nur blühende Frühlingsgrüsse für die Bienen und mich, unterm Jahr wächst Gras, aber Gemüse würde bei uns auch wegen dem Schatten nicht wachsen, Gautschi hat da einen vollkommen anderen Schnitt bei seinen Bäumen.
Der Obstgarten ist bei uns vom Haus ein Stückle weg, da hätte ich gar keine Veranlassung dort Gemüse anzupflanzen, hab das lieber in Hausnähe.
Nächstes Jahr mache ich einen Versuch mit dem Unterpflanzen, dieses Jahr wächst flächendeckend Portulak, Feldsalat und einiges anderes Gemüse auf den Beeten und wenn wirklich Fläche frei wird, kommt Mulch drauf.
Was mich interessieren würde, wie gehts da mit den Schnecken im Frühjahr, wenn man z.B. Salat als Unterpflanzung reinmacht, merkt der Geruchssinn der Schnecken die jungen Salatpflanzen nicht? Wenn dem so wäre, dann hätte es noch einen weiteren Pluspunkt.
In bestehenden Feldsalat junge Salatpflanzen- das haut nicht hin, die Schnecken holen sich in der Nacht den zarten Salat.

Fred
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Re: Direktsaat/Pflanzung in Gründüngung

#22

Beitrag von Fred » Di 3. Okt 2017, 19:07

hobbygaertnerin hat geschrieben: Was mich interessieren würde, wie gehts da mit den Schnecken im Frühjahr, wenn man z.B. Salat als Unterpflanzung reinmacht, merkt der Geruchssinn der Schnecken die jungen Salatpflanzen nicht? Wenn dem so wäre, dann hätte es noch einen weiteren Pluspunkt.
In bestehenden Feldsalat junge Salatpflanzen- das haut nicht hin, die Schnecken holen sich in der Nacht den zarten Salat.
Schneckenprobleme hat er praktisch keine, da seine Pflanzen gesund sind, reagiert ihr Geruchsinn nicht darauf.
Siehe Minute 46: https://www.youtube.com/watch?v=lSUxcsJDgJM

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Manfred
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#23

Beitrag von Manfred » Mi 4. Okt 2017, 21:19

Mal was Erfreuliches aus Deutschland:

https://www.youtube.com/watch?v=br217_6 ... e=youtu.be

:michel:

Zitat dazu aus dem Landtreff:

"Nein bei solch einem Bestand benötigt es kein Glyphos, es wird ca. eine Woche nach der Aussaat das ganze noch einmal mit der Cambridgewalze abgefahren und dann stirbt der Bestand in der Regel schön langsam ab. Ausnahme sind die Ränder da wird einmal rundherum 3 Meter breit zur Absicherung eine Mischung aus Glyphos, Wuchstoff und Schwefelsäure ausgebracht."

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#24

Beitrag von Manfred » Do 5. Okt 2017, 10:10

Hier noch einige Bilder, mit Erlaubnis des Kollegen:
2017_Weizen_Direktsaat_004.jpg
2017_Weizen_Direktsaat_004.jpg (152.58 KiB) 2104 mal betrachtet
2017_Weizen_Direktsaat_001.jpg
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2017_Weizen_Direktsaat_002.jpg
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Re: Direktsaat/Pflanzung in Gründüngung

#25

Beitrag von Fred » Mo 9. Okt 2017, 02:39


Fred
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Re: Direktsaat/Pflanzung in Gründüngung

#26

Beitrag von Fred » Mo 9. Okt 2017, 03:13

Untersuchung der Uni-Hohenheim zeigt Probleme, wenn man bei Direktsaat die Zwichenfrucht mit Glyphosat (und auch Basta) terminiert, und dann nicht ausreichend (18...21 Tage) bis zur Einsaat wartet. Durch Ausdünnung der Bestände bis 20% Ertragsverlust.

http://kbd-sachsen.de/media/pdf/08.06.1 ... emheld.pdf

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Re: Direktsaat/Pflanzung in Gründüngung

#27

Beitrag von Adjua » Mo 9. Okt 2017, 04:49

Fred hat geschrieben:
hobbygaertnerin hat geschrieben: Was mich interessieren würde, wie gehts da mit den Schnecken im Frühjahr, wenn man z.B. Salat als Unterpflanzung reinmacht, merkt der Geruchssinn der Schnecken die jungen Salatpflanzen nicht? Wenn dem so wäre, dann hätte es noch einen weiteren Pluspunkt.
In bestehenden Feldsalat junge Salatpflanzen- das haut nicht hin, die Schnecken holen sich in der Nacht den zarten Salat.
Schneckenprobleme hat er praktisch keine, da seine Pflanzen gesund sind, reagiert ihr Geruchsinn nicht darauf.
Siehe Minute 46: https://www.youtube.com/watch?v=lSUxcsJDgJM
Klar, wenn die Pflanzen gesund sind, gibts keine Schneckenprobleme :ohoh:

Komischerweise gingen Schnecken bei mir nie an erwachsene Kohlpflanzen, wenn diese ganz normal im Gemüsebeet (ohne Untersaat) waren. Im Rahmen meiner Experimente mit der Mischung Hohebuch wuchsen sie ebendarin. Da waren sie dann offensichtlich ungesund, denn die Schnecken gingen gnadenlos dran :aeh: .

Kann natürlich nicht sein, dass die Schnecken in der Untersaat ein ideales Versteck finden ... :ohoh:

Seit ich Enten habe, gibt es kein Schneckenproblem mehr. Trotzdem habe ich die Untersaatexperimente bisher nicht fortgeführt, weil

1. ist meine Saison sehr kurz: Man kann das Feld frühestens Ende April, eher aber Anfang/Mitte Mai befahren, der Schnee ist erst so ab Mitte April weg. Mitte/Ende Mai, wenn beispielsweise Kürbisse ausgepflanzt werden können, wäre keine Untersaat hoch genug, um einen guten Mulch zu machen. Alles, was möglichst früh raus soll - Erbsen, Lupinen usw. hätte gar keine Chance auf ausreichend Mulch nach der Methode.

2. In der Hohebuch (obwohl dicht gesät) haben sich damals auch Samenunkräuter extrem vermehrt - Knöterich und Melde. Die sind ganz schön dominant und man kann sie dann auch nicht mehr bekämpfen.

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