18-Tage-Kompost nach G.Lawton

Moderator: kraut_ruebe

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kraut_ruebe
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Re: 18-Tage-Kompost nach G.Lawton

#11

Beitrag von kraut_ruebe » Do 24. Aug 2017, 21:20

schnell material oder schnell den platz wieder frei kann durchaus manchmal hilfreich sein. ich hab nicht immer ein halbes jahr/jahr platz für hängerweise mist. wenn ich von extern grössere mengen kriegen kann, arbeite ich sie auch mit durchmischen und umsetzen ab, damit sie nicht monatelang neben der strasse rumliegen.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

Benutzer 3370 gelöscht

Re: 18-Tage-Kompost nach G.Lawton

#12

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht » Do 24. Aug 2017, 22:23

Fred hat geschrieben:Möglichkeit wen man ein Projekt startet schnell Material zu haben.
Welche Projekte können das sein?

Wenn ich unreifen Kompost ausbringe (in einem der Kommentare unter dem Video steht " Das ist ein Misthaufen"), bringt das erstmals keine Pflanze zum Wachsen. Letztendlich kann ich den Mist und das Mulchmatrial auch als Flächenkompost ausbringen. Die Zeit, dass ein pflanzenverträglicher Tonhumuskomplex entsteht muss ich ja dennoch haben.
Die Frage stelle ich weil ich das auf eine Versuchsfläche ausprobiert habe und alle Setzlinge (Kohl, Salat usw.) kümmerlich eingegangen sind.
Fred hat geschrieben: Den begriff Reifekompust kenne ich nur aus der europäischen Bio/Abfall Thematik
Ob der Kompost reif ist kann man, wenn man es anders nicht beurteilen kann mit dem Kresse Test machen. Mit der Zeit weiß man auch ohne Kresse Test was reifer Kompost ist.

viktualia

Re: 18-Tage-Kompost nach G.Lawton

#13

Beitrag von viktualia » Fr 25. Aug 2017, 08:08

Wäre jetzt noch interessant ob 1:25 das Volumen- oder das Gewichtsverhältnis ist.
Mit der Frage hab ich mich ja auch mal kurz herumgeschlagen, bin dann zu dem Ergebniss gekommen,
dass ich mich da grad selbt jeck mache und es ja das VERHÄLTNISS ist, welches C zu N hat.
Und insofern Gewicht oder Volumen egal sind, da halt schlicht ein Teil Stickstoff auf je X Teile Kohlenstoff treffen.
Egal, ob in einem Pfund oder in einem Kubikmeter.
Habt ihr da jetzt nen Denkfehler oder ich meinen noch nicht ausgeräumt???

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kraut_ruebe
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Re: 18-Tage-Kompost nach G.Lawton

#14

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 25. Aug 2017, 08:42

RichardBurgenlandler hat geschrieben:
Fred hat geschrieben:Möglichkeit wen man ein Projekt startet schnell Material zu haben.
Welche Projekte können das sein?

Wenn ich unreifen Kompost ausbringe (in einem der Kommentare unter dem Video steht " Das ist ein Misthaufen"), bringt das erstmals keine Pflanze zum Wachsen. Letztendlich kann ich den Mist und das Mulchmatrial auch als Flächenkompost ausbringen. Die Zeit, dass ein pflanzenverträglicher Tonhumuskomplex entsteht muss ich ja dennoch haben.
Die Frage stelle ich weil ich das auf eine Versuchsfläche ausprobiert habe und alle Setzlinge (Kohl, Salat usw.) kümmerlich eingegangen sind.
unter anderem: bodenverbesserung

zur bodenverbesserung eignet sich fertiger kompost nicht mehr so (da sind viele der kleinstlebewesen schon wieder abgezogen), da braucht es diesen groben oder auch halbreifen genannt, da der die bodenlebewesen mitbringt, füttert und züchtet, und das ist das ziel.

fertiger kompost wird mehr punktuell gebraucht für den anbau/die fütterung von pflanzen (der ist dann für die wurzeln geeignet). halbfertiger wird grossflächig ausgebracht, zur 'impfung' des bodens, zu zeiten, in denen kein anbau erfolgt.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

Benutzer 3370 gelöscht

Re: 18-Tage-Kompost nach G.Lawton

#15

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht » Fr 25. Aug 2017, 13:57

viktualia hat geschrieben: das VERHÄLTNISS ist, welches C zu N hat.
:daumen: richtig erkannt :mrgreen:

Und jetzt stellt sich erst recht die Frage durch welches Mischungsverhältnis von Stroh und Mist bekommt man ein N/C von 25:1 hin.

Da müsste man schon wissen wie hoch der N Anteil in einem Kg Stroh ist und dasselbe gilt für Mist

Für Rapsstroh hab ich da was gefunden Rapsstroh Trockenmasse 47,8dt/ha enthalten 32,5N/ha

Für C von Mist hab ich nichts gefunden nun gut

Die Zahl1:25 ist zwar schön aber sinnlos , weil sie genau nichts aussagt außer, dass man glauben darf, wenn die Rotte funktioniert, dass man ein Verhältnis von 1:25 erwischt hat, liegt sie darüber verlangsamt die Rotte, liegt sie darunter kann es zu Fäulnisbildung kommen.

Es wäre halt hilfreich für Nachahmer wenn nicht nur von Zahlen gesprochen wird, sondern auch Mengenangaben ( nicht Chemische Verhältnisse, die sind praktisch nicht nachvollziehbar ) entsprechend den Materialien, die man verwendet.

Oder man wendet sich gleich an einen versierten Komposter, der einem zeigt wie man einen Kompost aufsetzt, worauf es ankommt, welche Mengen wann und wo usw. Dieses Glück hatte ich vor 8 Jahren und seit dem funktioniert mein Kompost egal welche Materiealien ich zur Hand habe, die Mischung macht den Erfolg.

Adjua
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Re: 18-Tage-Kompost nach G.Lawton

#16

Beitrag von Adjua » Fr 25. Aug 2017, 16:27

Also bei mir geht das ganz pragmatisch mit dem Misthaufen. Aller verfügbarer Mist wird im Frühjahr ca. 5-10 cm dick auf eine Fläche aufgebracht, die ich den Kürbissen zugedacht habe. Wie gross diese wird, hängt davon ab, wieviel Mist ich habe. Der Mist kann dann mehr oder weniger gereift sein. Das ist Entenmist mit Stroh und Wachtelmist mit Holzhäckseln. Dem Kürbis ist das egal, der nimmt alles. (Hab ich von centauri, diese Weisheit).

Im zweiten Jahr kommt dann Kohl drauf, im drittten z.B. Karotten. Diese kriegen vorher noch etwas Asche. Wegen Kalk.

Seither hab ich trotz Höhenlage und Nordseite schöne Kürbisse und mit der Entwicklung des Bodens bin ich auch zufrieden.

Unterm Jahr wird sowieso hier kein Beet neu zurecht gemacht, das passiert alles im Frühjahr (jedenfalls was den Kompost anbelangt). Dass man umsetzen kann, weiss ich auch, mache ich bisher aber nicht, wird so auch. Und würde ich ganz schnell Kompost brauchen und befände mich in der Zivilisation, gibts welchen zu kaufen. Das dauert dann weniger als 18 Tage.

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