Einjährige und Mehrjährige

Moderator: kraut_ruebe

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Einjährige und Mehrjährige

#1

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 18. Aug 2017, 08:12

ein vergleich von einjährigen und mehrjährigen (essbaren) pflanzen:

über die einjährigen: http://genughaben.de/2013/01/12/mehrjah ... injahrige/

über die mehrjährigen: http://genughaben.de/2013/01/14/mehrjah ... hrjahrige/
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Einjährige und Mehrjährige

#2

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 18. Aug 2017, 08:15

ein vergleich der wurzelbildung bei einjährigen vs. mehrjährigen:

http://regenerateland.info/wp-content/u ... kernza.jpg

der text zum bild, in punkt 6 (engl.):

http://regenerateland.info/2015/12/15/a ... riculture/
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Re: Einjährige und Mehrjährige

#3

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 18. Aug 2017, 08:25

natürlich kann man nicht auf alle einjährigen verzichten, wenn man in klimazonen mit kalten wintern lebt. aber das eine oder andere lässt sich ersetzen oder ergänzen, je nach geschmack und wachstumsmöglichkeiten vor ort.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Einjährige und Mehrjährige

#4

Beitrag von Adjua » Fr 18. Aug 2017, 08:37

Mehrjährige Pflanzen, so steht es da, sollen in Monokultur angebaut werden - mit allen Nachteilen, Krankheitsanfälligkeit usw. Dafür brauchen sie weniger Dünger, weil sie tiefere Wurzeln ausbilden. Und in der Natur gibts hauptsächlich Mehrjährige, deswegen muss das ja gut sein.

Erstens: Nicht alle mehrjährigen Pflanzen sind meines Wissens solche, die Wurzeln ausbilden, welche den Boden verbessern oder dem Boden auch nur gut tun. Beispiel: Fichtenmonokultur ist ganz schlecht für den Boden.

Zweitens sehe ich Monokultur grundsätzlich kritisch - das ist doch das Gegenteil von vielfältigen, sich selbst regulierenden Systemen, und kommt in der Natur so ebenfalls nicht vor (muss also, wenn man obiger Logik folgt, schlecht sein).

Drittens: Es gibt wunderbare Nutzpflanzen, die tiefe Wurzeln ausbilden, fast keinen Dünger brauchen und auch noch ziemlich konkurrenzstark sind und dem Boden super gut tun. Also genau das tun, wofür die Mehrjährigen angeblich gut sind. Und auch nichts gegen Mischkultur haben. Zum Beispiel Hanf.

Nur so zum Thema Konsistenz ....

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Re: Einjährige und Mehrjährige

#5

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 18. Aug 2017, 09:12

das lese ich:
Gleichwohl gegen Krankheiten im Schnitt besser gewappnet als Einjährige, können Krankheiten bei Mehrjährigen im Gegensatz zu Einjährigen chronisch werden. Gegenmaßnahmen sind durch Polykulturen und Anwendung von Jauchen, Tees oder Auszügen möglich.
Man sollte Mehrjährige nicht in Polykultur mit einjährigen Nutzpflanzen pflanzen. Die Ernte Einjähriger könnte sonst regelmäßig den Boden und damit den Wurzelstock der Mehrjährigen stören.

wo liest du, mehrjährige sollen in monokultur angebaut werden?
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Re: Einjährige und Mehrjährige

#6

Beitrag von Adjua » Fr 18. Aug 2017, 09:22

Eben im obigen Beitrag. Wenn damit gemeint ist, dass man mehrjährige durchaus in Polykultur anbauen darf, dann ist

erstens immer noch nicht jede Pflanze, die mehrjährig ist, ein Tiefwurzler bzw. hat ein die Bodengare verbesserndes Wurzelsystem und ist somit "gut für den Boden".

zweitens warum soll es optimal sein, zwei oder drei mehrjährige jahrelang auf demselben Boden anzubauen (weil ja krankheitsanfälliger)

drittens bleibt vollumfänglich aufrecht.

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Re: Einjährige und Mehrjährige

#7

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 18. Aug 2017, 09:33

ja, man darf in polykulturen anbauen. es wird sogar empfohlen. stünde was anderes da, dann könntest du es zitieren.

zu erstens: natürlich ist nicht jede mehrjährige pflanze ein tiefwurzler. das ist gut so, die mikroben in der erde weiter oben brauchen auch futter, um die bodenarbeit machen zu können.

zu zweitens:
Mehrjährige brauchen relativ gesehen weniger Nährstoffe und starten nach einem Winter gegenüber allen Einjährigen mit einem ordentlichen Startvorteil: ihr Pflanzenkörper ist schon da, während der der Einjährigen erst noch neu wachsen muss. Dies ist auch ein Grund dafür, warum man etwa mit den ersten Einjährigen erst Ende März, häufig auch noch später zu rechnen hat, während diverse Mehrjährige auch schon von Januar oder Febraur an beerntet werden können. Früher und mit Sicherheit auch in Zukunft eine sichere lokale Vitamin- und Nährstoffquelle in der sonst erntearmente Zeit zwischen Januar und März.
zu drittens:

dass es neben den mehrjährigen auch einjährige gibt, auf die wir nicht verzichten wollen, steht im 1. link, und im 12-prizipen-faden und seit ner stunde auch im parallelen 'geld verdienen mit PK-hof'-faden. jetzt halt auch noch hier in zweifacher ausführung.
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Re: Einjährige und Mehrjährige

#8

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 21. Aug 2017, 17:04

teil 3 der serie: polykultur, baumgilden und pflanzenbeispiele:

http://genughaben.de/2014/02/08/mehrjae ... ykulturen/
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