Geoff Lawton - Videos und Podcasts

Moderator: kraut_ruebe

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Manfred
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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#11

Beitrag von Manfred » Fr 21. Mär 2014, 16:35

Lessons from the Rustbelt
Über Permakultur-Möglichkeiten in den verfallenden Ex-Industriestädten der USA:

http://www.geofflawton.com/fe/64751-les ... e-rustbelt

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Manfred
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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#12

Beitrag von Manfred » Sa 29. Mär 2014, 10:46

Die Anmeldefrist für Geoffs neuen Online-Permaculture-Design-Course hat heute begonnen.
Vermutlich wird der Kurs in wenigen Tagen ausverkauft sein.

http://www.geofflawton.com/sp/13753-sales-page

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fuxi
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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#13

Beitrag von fuxi » Mi 6. Aug 2014, 16:46

Stell ich's hier oder bei Mollison rein? :hmm:

>>"A Couple of Rough Types"<<, ein Interview mit Geoff Lawton und Bill Mollison. Aufgenommen bei "Permaculture Convergence" in Cairns, Australien im September 2010

Geoff: "The longer you've been thinking about permaculture, [...] the more you realise you don't know about it."
[...]
Interviewer: "Bill, how much don't you know [about permaculture]?"
Bill: "Nearly all of it."
Geoff: "More than anyone else."

:mrgreen:
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.

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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#14

Beitrag von Manfred » Fr 10. Okt 2014, 15:54


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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#15

Beitrag von utebo » Sa 11. Okt 2014, 02:21

Manfred hat geschrieben:An Oasis in the American Dessert

http://www.geofflawton.com/fe/73485-an- ... desert?r=y
SEHR beeindruckend!

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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#16

Beitrag von kraut_ruebe » Sa 11. Okt 2014, 05:55

find ich auch. lawton ist immer wieder sehenswert.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#17

Beitrag von utebo » So 12. Okt 2014, 21:24

cologni hat geschrieben: Was stimmt daran nicht? Richtig:
Er zürnt den Konventionellen, die energieintensive Lösungen für hausgemachte Probleme forcieren - und bietet selbst eine weitere energieintensive Lösung an.
Aber er zeigt ja ganz deutlich, dass die Energie nur einmal eingesetzt werden muss und sich das System dann dauerhaft selbst erhält (derweil 80 Jahre). Der Energieaufwand für das Pumpen des Wassers fällt jedes Jahr erneut an, ist dauerhaft nicht leistbar und wenn irgendwer bzw. das Ende von Öl und Kohle den Hahn abdrehen, dann ist aus die Maus. Und die ganzen anderen Probleme die da dranhängen (Versalzung der Böden und des Grundwasssers etc.; Zerstörung des Colorado) werden Jahr um Jahr schlimmer.

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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#18

Beitrag von Manfred » So 12. Okt 2014, 21:37

Das ist, was auch Allan Savory an den Methoden von Lawton und Mollison kritisiert: Sie funktionieren zwar, gehen aber mit sehr hohem technischen Aufwand die Symptome an, statt mit viel geringerem Aufwand (und damit potentiell auf viel größere Fläche) die Ursachen zu beheben.

Auch vieles von dem, was Zeedyk (in dem Video ab ca. 9.20 min) als vermeintliche Symptome des Klimawandels auflistet, sind zum guten Teil Folgen von missbräuchlicher Landbewirtschaftung. Eine Wiederbegrünung großer Gebiete führt zur Rückkehr zu ausgeglichen Wasserhalten, und damit zu längeren Vegetationsperioden, viel gleichmäßigerem Wasserabfluss, weniger Erosion, gleichmäßigeren und niedrigeren Temperaturen über dem Boden und auch wieder zu gleichmäßigeren Niederschlägen.

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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#19

Beitrag von Manfred » Mo 13. Okt 2014, 17:40

Sei mir nicht böse, aber ich glaube, die hast Lawtons und Mollisons Arbeit nicht annähernd erfasst...
Was Zeedyk macht, ist nur ein kleiner Teil des Permakultur-Baukastens. Er arbeitet an der Renaturierung noch vorhandener Fließgewässer.
Savory aber auch Lawton und Mollison bringen in Trockengebieten schon längst verschwundene oder zu Wadis verkommene Fließgewässer wieder ins Leben, indem sie den gesamten Wasserhaushalt wieder herstellen.
Da wo Zeedyk im Vortrag über seinen ausgetrockneten Bach jammert, fängt deren Arbeit in vielen Fällen erst an.
Und wenn es fließendes Oberflächenwasser gibt, dann wird dieses natürlich nach Möglichkeit genutzt.

Die ergänzen sich ganz wunderbar. Aber halt jeder in seinem Schwerpunktbereich.

Wenn man sie in Sachen Wasserhaushalt in Trockengebieten irgendwie in eine sinnvolle Reihenfolge sortieren wollte, dann wohl am ehesten in Form ihrer Anordnung im Wasserkreislauf:
1) Savory: Wiederherstellung der natürlichen Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens, sowie des natürlichen Erosions- und Verdunstungsschutzes
2) Lawton/Mollison: Technische Maßnahmen um die dann noch bei Starkniederschlägen schnell oberflächlich ablaufenden Wassermengen zurück zu halten und zu versickern.
Beides zusammen bewirkt ein Wiederauffüllen der Boden- und Grundwasserspeicher. Dadurch werden Quellen wieder zum Leben erweckt und das Wasser fließt über einen langen Zeitraum gleichmäßig ab.
Und kann kommt
3) Zeedyk, der durch menschlichen Einfluss zerstörten Gewässerbetten wieder herstellt, so ebenfalls den Abfluss verlangsamt und den Grundwasserspiegel hebt.

Wären im Einzugsgebiet von Zeedyks Bach 1) und 2) zugange gewesen, dann wäre der Bach weder ausgetrocknet, noch hätte das nochfolgende Starkregenereignis zu einer heftigen Flut und dem Wegspülen des Biberdamms geführt.

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Re: Geoff Lawton - Videos und Podcasts

#20

Beitrag von Manfred » Mo 13. Okt 2014, 22:42

In feuchtem Klima braucht es zur Stabilisierung von Flussufern keine Herden. Her wächst es auch so.
In spröden Klimata funktioniert es aber gut, wenn richtig ausgeführt. Die Herden plätten die tief eingeschnittenen Steilufer und diese Flächen begrünen dann sehr schnell.

Beispiele, wie man mit Erdbewegung und Bepflanzung große Flächen wiederherstellen kann, haben wir hier im Forum ja schon einige gesehen. z.B. vom Lössplateau in China oder das Video Miracle Water Village aus Indien.
Das sind aber nur Größenordnungen von einigen tausend Hektar.
So etwas auf Milliarden Hektar umzusetzen, würde wohl wirklich die Kosten ganzer Weltkriege relativieren.
Das ist ja das schöne an Savorys Arbeit. Billiger als mit Nutztieren kann man große Flächen nicht bewirtschaften.

Und von Zurückrudern kann ja bei Savory nun wirklich nicht geredet werden. Im Gegenteil. Die Offensive wird immer größer.
Dass nicht jeder Praktiker diese Methoden auf Anhieb versteht und mancher evtl. nie, dürfte selbstverständlich sein.
Und es geht nicht um Mob Grazing, sondern um management-intensive Beweidung. Mob Grazing ist nur eine einzelne Beweidungsmethode. Die macht oft Sinn, oft aber auch nicht. Es kommt immer darauf an, was man wann erreichen will. Danach müssen sich Art und Zeitpunkt des Tiereinsatzes richten.
Und dass sich sicher vielen finden werden, die die Rückumwandlung von Wüsten in fruchtbares Weideland schlimm finden, ist eh klar. In D wird ja auch viel Geld ausgegeben, um die Rückumwandlung abgemagerter und versauerter Wiesen in Wald zu verhindern. Alles eine Frage des Wollens. Das Management kann man dann entsprechend anpassen.

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