mispel

Melusine

Re: mispel

#21

Beitrag von Melusine » Fr 16. Mai 2014, 17:39

Hatte ich auch im Garten.Toller Baum,schöne Blüte,Klasse Früchte...nach dem Frost.
Ne bisschen wie Kiwi-genauso mit" Fellchen",mehlig,lecker und Klassezusatz zum Wein!
Wirkt klärend!

zaches
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Re: mispel

#22

Beitrag von zaches » Mo 21. Nov 2016, 10:08

Hier noch ein paar links zum Thema Mispel - ich habe gerade im Garten ienen großen Korb voll Mispeln geerntet.... sie hatten vor ein paar Tagen etwas Frost, aber fielen nun schon herunter (gestern Sturm) - also mussten sie aufgesammelt werden, egal ob helles oder dunkles Fruchtfleisch.

http://silvicultrix.blogspot.de/2014/01 ... gelee.html
schöne Bilder, einfaches Rezept.
Vom Baum gepflückt sind die Mispeln ungenießbar, der Mund zieht sich wegen der Gerbstoffe regelrecht zusammen. Diese adstringierende Wirkung wird in der Heilkunde genutzt. Aber durch den Frost oder wenn die Mispeln im November schon zu faulen scheinen, beginnt eine Fermentierung, die die Gerbstoffe abbaut und die Früchte süß-säuerlich schmecken lässt. Das vorher weiße Fruchtfleisch wird jetzt braun und nun kann man die Mispeln auch roh genießen.
Quelle: https://www.domradio.de/radio/sendungen ... die-mispel

interessant ist, daß in diesem Artiekl davon gesprochen wird, daß die Mispel durch die Fementierung der Frucht NACH dem Frost süß und genießbar wird. Also würde auch die Tiefkühlvariante funktionieren.

In anderen Artikeln ist die Rede davon, daß die Frucht nur durch den Frost am Baum (!!) "versüßt": Bei kalter Witterung verlangsamen sich die Stoffwechselvorgänge in der Pflanze, Zucker wird nach wie vor auf- aber kaum abgebaut.
Daher reichert sich der Zucker an, das Gemüse/Frucht wird süßer, milder. Der Abbau von Bitter- und Gerbstoffen in Früchten wie Ebereschen, Schlehen und Mispeln erfolgt ebenfalls über den pflanzlichen Stoffwechsel, also am Baum.


Tja - was nun? Ich habe bräunliches und helles Fruchtfleisch.... grumpf...
"Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben." Paul von Heyse

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Re: mispel

#23

Beitrag von zaches » Mo 21. Nov 2016, 10:29

Verzehrform, Verwendung, Weiterverarbeitung, praktische Zubereitungstipps
Mispeln sollten zwecks Genießbarkeit nach dem Pflücken auf Stroh ausgebreitet und mehrere Wochen trocken und kühl gelagert werden. In dieser Zeit werden die bitteren Tannine abgebaut und gleichzeitig das Fruchtfleisch weicher, teigiger. Wenn sie auf Druck nachgeben kann man sie essen. Die Schale wird in dieser Zeit dunkelbraun und ledrig. Durch die begonnene Gärung hat sich etwas Alkohol gebildet.

Um den Prozess abzukürzen, kann man die ganzen, unreifen Mispeln auch einfrieren und anschließend bei Zimmertemperatur einige Zeit lagern. Gegessen werden Mispeln dann mit einem Löffel direkt aus der Schale oder man zieht die Schale an den Zipfeln oder vom Stiel her ab und saugt sie aus. Die Kerne allerdings kann man nicht essen.
Quelle: http://www.die-gruene-speisekammer.de/de/obst&oid=489
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