Nandus?

Taubenartige, Laufvögel, Greife und Sonstige
smallfarmer
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Re: Nandus?

#11

Beitrag von smallfarmer » So 5. Feb 2012, 13:02

Moin Manfred
Der Schwager meines Bruders hält in einer Gemeinschaft eine Herde Nandus. Ich hab da sch ein paarmal Jungtiere in verschiedenen Größen gesehen. Also Vermehrung scheint auch unter rauhen Umweltbedingungen zu funktionieren.
Ich kann da mal nachhaken.
smallfarmer

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Manfred
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Re: Nandus?

#12

Beitrag von Manfred » Mo 6. Feb 2012, 12:22

Vielen Dank für Euro bisherigen Infos.
@Grünling: Der Link ist super
@Jörg: Haben ja gestern schon kurz im Chat "gesprochen". Werde mich mal einlesen. Bei konkreten Fragen komm ich dann auf dich zu.

Eine Info zu den Freilebenden in D. Ohne Zufütterung bei verharschtem Schnee sind im Winter 2009/10 fast alle Jungtiere umgekommen.

http://www.youtube.com/watch?v=RJTROdme7PY

Holger

Re: Nandus?

#13

Beitrag von Holger » Mo 6. Feb 2012, 15:49

Die wildlebenden Nandus kann man am Ostufer der Wakenitz und des Ratzeburger Sees beobachten.Der Bestand ist in den letzten Jahren,trotz der harten Winter nicht bedroht.Die Hähne übernehmen die Aufzucht der Jungtiere,aus eigener Erfahrung weiß ich,das Nandus nicht agressiv sind,die Hähne lassen Touris bis auf 2-3m an sich und die Jungen heran.Gefährlich sind Nandus nur als Unfallgegner,bei normalen Fz. sitzen sie dann gern mal im Innenraum mit den dementsprechenden Folgen.Schaden tun sie in NWM eigentlich auch keinen anrichten,selbst wenn sie im Winter Raps fressen,100-200 Nandus,was ist das im Vergleich zu tausenden Gänsen.
Ich würd keine halten,um sie aufzu"fressen",Wildschwein vom lokalen Jagdpächter ist viel günstiger als man denkt.
MfG Holger

Edsy
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Re: Nandus?

#14

Beitrag von Edsy » So 25. Jan 2015, 01:58

Wir sind zwar erst potentielle Nanduhalter, da wir uns erst im Sommer welche zulegen werden, wenn die Jungtiere 2015 soweit sind.
Aber wir können schon einiges dazu sagen, da wir uns schon über sie informiert haben.
Natürlich kann man Nandus essen und sie kommen mit den winterlichen Temperaturen besser zurecht als Strauße und Emus. In der Natur kommen sie in den Anden in Südamerika vor, wo es im Winter ja auch recht kalt ist.
Man kann sie zusammen mit Alpakas in einer Gruppe halten, was wir auch tun möchten.
Sie müssen zwar laut Gesetz einen Stall, bzw. Unterschlupf angeboten bekommen, wo sie sich bei Wind und Regen zurückziehen können. Aller Voraussicht nach werden sie ihn aber kaum benutzen, da sie lieber draußen sind, sogar bei Schnee und Eis.
Man füttert eine Körnermischung oder Futterpellets und Obst und Gemüse zu. Ansonsten grasen sie die Wiese ab.
Die Weide muss ca. 2m hoch eingezäunt werden, damit die Tiere sie nicht überspringen, und am besten auch etwas eingeraben werden. Sind sie einmal ausgebüchst, sind sie nur sehr schwer wieder einzufangen. Eher gar nicht. Deshalb muss man schon sehr aufpassen und den Zaun regelmäßig kontrollieren.

Der Platzbedarf ist natürlich auch nicht zu unterschätzen, da es Lauftiere sind.
Bei uns werden die Alpakas und Nandus etwa 7000 qm Weide und einen großen Stall bekommen.

Nandus sind recht friedlich und wenn sie gut an den Menschen gewöhnt sind, geht es auch, wenn der Hahn brütet (diese Aufgabe erfüllt bei den Nandus immer der Hahn) und anschließend die Jungen führt. Durch Zuwendung und Kontakt beim täglichen Füttern kann man das erreichen.
Natürlich muss man eine gewisse Vorsicht walten lassen, wenn der Hahn seiner Familienaufgabe nachgeht und darf ihn nicht stören oder bedrängen.

Da der Preis für Jungtiere nicht gerade niedrig ist, wird man wohl eher an den Verkauf denken und nur überzählige Jungtiere schlachten wollen, die übrig geblieben sind.
Sie sind erst mit 18 Monaten schlachtreif und haben bis dahin eine Menge an Futterkosten verursacht. Ein Nandu bringt ca. 20-25 KG Fleisch und es soll sehr gut schmecken wie Straussenfleisch.
Die Eier kann man natürlich auch essen. Allerdings ist ein Nanduei schon recht viel, ausreichend für mind. 4 Personen als Rührei.

Nandus sollen auch sehr gut geeignet sein, auf der Weide Füchse zu verscheuchen und Hühner vor Habichtatacken zu bewahren. Sie sind sehr wachsam und stoßen Laute aus, wenn sie Gefahr entdecken. Die Sehkraft ist sehr gut ausgebildet und sie erkennen alles schon von weitem.

Alles in Allem interessante Tiere und recht robust in der Haltung, wenn sie erst mal erwachsen sind. Bei Jungtieren gibt es auch Verluste, wie bei allen Geflügelarten.
Kunstbrut ist möglich, doch nicht einfach und entsprechende Brutapparate sind sehr teuer.
Deshalb wird der Hobbyhalter diese Aufgabe lieber dem Hahn überlassen.
Man hält übrigens Gruppen von 1,3 - 1,4 Tieren, um die Hennen durch den Hahn nicht zu sehr zu strapazieren.

Auch die Größe der Nandus, Kopfhöhe etwa 1,5 m und Gewicht ca. 40 - 50 kg, ist etwas weniger furchterregend als bei Straußen, die schon mal 2,50 m hoch sein können und 100 kg wiegen können und auch etwas agressiver sein können, wie ebenso die Emus aus Australien, die zwar in der Größe den Nandus ähnlich sind, aber nicht ganz so friedlich sein sollen .
Allerdings muss man sich bei allen Laufvögeln bei eventuellen Angfiffen vor den Krallen an den Läufen in Acht nehmen, die einen schwer verletzen können. Kuscheltiere sind es halt dann doch nicht.

Mehrere Hähne sind oft unverträglich. Es kann aber schon auch eine Zeit lang gut gehn.
Wenn unsere Tiere da sind, können wir noch mehr über unsere eigenen Erfahrungen berichten.

LG Sylvia

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Re: Nandus?

#15

Beitrag von christine-josefine » So 25. Jan 2015, 08:54

Andreas Kieling machte Bekanntschaft mit einem wehrhaften Nandu in Mecklenburg

http://4-seasons.de/magazinartikel/andr ... nach-hause
Viele Grüße, Christine mit J
Wait and see!

Edsy
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Re: Nandus?

#16

Beitrag von Edsy » Mo 26. Jan 2015, 01:36

Diese Nachricht kenne ich bereits, hab es auch mal im Fernsehen als Film gesehen.
Man darf aber nicht vergessen, das ist ein Nandu, der verwildert ist, sich draußen gegen Feinde durchschlägt und nicht an den Menschen gewöhnt ist, der ihm da begenet ist, und schon gar nicht an den Hund.
Und dann noch in der Situation, dass er die Jungen geführt hat und natürlich gegen den Hund verteidigt hat.
Ich denke, wenn man die Tiere duch Futter an sich gewöhnt hat, ist das eine ganz andere Situation.
Fremde sollten sich trotzdem nicht in die eingezäunte Weide begeben, da kann schon mal eine Angriffssituation entstehen. Aber die haben ja im Gehege auch nichts verloren. Im Tierpark steigt man ja auch nicht über den Zaun.
LG Sylvia

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Re: Nandus?

#17

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 26. Jan 2015, 08:23

wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Nandus?

#18

Beitrag von christine-josefine » Mo 26. Jan 2015, 14:54

Danke :lol: :lol: :lol:
Viele Grüße, Christine mit J
Wait and see!

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